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Industrieproduktion geht zurück

Berlin - Die deutsche Industrie hat im August nach starken Vormonatszahlen einen leichten Rückgang der Produktion hinnehmen müssen. Die Gesamtproduktion ging im Monatsvergleich um 1,0 Prozent zurück, wie das Wirtschaftsministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Der Rückgang fiel aber deutlich schwächer aus als erwartet: Volkswirte hatten mit einem doppelt so starken Minus von 2,0 Prozent gerechnet. Das starke Plus vom Juli wurde leicht auf 3,9 Prozent verringert. Im Jahresvergleich stieg die Produktion im August um 7,7 Prozent, nach plus 10,3 Prozent im Vormonat. dpa



Mehr Azubis in West, weniger in Ost

Dortmund - Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Deutschland ist laut Zahlen der Industrie- und Handelskammern deutlich gestiegen – trotz eines erheblichen Rückgangs der Schulabgängerzahlen. Laut einem Bericht der „Ruhr Nachrichten“ registrierten die Kammern bis Ende September 328 506 neue Verträge, 14 650 oder 4,7 Prozent mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. In Westdeutschland liegt der Zuwachs demnach bei 6,2 Prozent. In Ostdeutschland gab es dagegen ein Minus von 3,1 Prozent gegenüber September 2010.dpa



FDP wirbt für Mindestlöhne

Berlin - In die festgefahrene Diskussion um Mindestlöhne könnte wieder Bewegung kommen – und zwar von Seiten der FDP. Denn auch liberale Fachpolitiker plädieren für branchenspezifische und allgemeinverbindliche Lohnuntergrenzen: Dies sei „eine Frage der Würde dessen, der von seiner Hände Arbeit leben soll“, heißt es in einem bislang noch nicht offiziellen Papier einer Arbeitsgruppe. Das Gremium arbeitet der Grundsatzprogramm-Kommission unter Leitung von FDP-Generalsekretär Christian Lindner zu. Die FDP-Arbeitsmarktexperten werben dafür, die Tariflöhne in der untersten Lohngruppe einer Branche für allgemeinverbindlich erklären zu lassen. Die FDP lehnt das bislang grundsätzlich ab. Das Grundsatzprogramm der FDP soll im April 2012 verabschiedet werden.dpa

Billig-Stromanbietern droht Pleite

Düsseldorf - Nach Teldafax droht einer Studie zufolge weiteren Anbietern von Billigstrom eine Pleite. Discountanbieter böten den Strom oft so billig an, dass sie damit ihre eigenen Kosten nicht decken könnten, lautet das Fazit einer Studie, die das Beratungsunternehmen A. T. Kearney am Freitag in Düsseldorf veröffentlichte. Die Analyse der Endkundenpreise zeige „deutlich“, dass die Unternehmen allein wegen ihrer Ausgaben für Steuern, Abgaben, Netzentgelt und Energiebeschaffung mit ihren Angeboten ins Minus rutschten. „Das strukturell unprofitable Geschäftsmodell von Discountanbietern lässt sich nicht nachhaltig fortführen“, erklärte der Autor der Studie, Andreas Stender. AFP

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