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Deutsche Exporte steigen kräftig

Wiesbaden - Nach zwei mageren Monaten sind die deutschen Exporte im August überraschend deutlich gestiegen. Im Monatsvergleich legten die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 3,5 Prozent auf einen Wert von 73,5 Milliarden Euro zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem deutlich geringeren Zuwachs um 1,1 Prozent gerechnet. Experten werten die August-Erfolge der Exportindustrie allerdings nur als Zwischenhoch, nachdem die Ausfuhren zuletzt im Juli um 1,2 Prozent und im Juni um 0,5 Prozent nachgegeben hatten. Nach Angaben der Statistiker stiegen die Ausfuhren im August im Jahresvergleich um 14,6 Prozent. Die Einfuhren kletterten mit 12,6 Prozent ähnlich stark. Der Handelsbilanzüberschuss erhöhte sich von Juli auf August um 1,3 Milliarden auf 11,8 Milliarden Euro. dpa

FDP befragt Mitglieder zum Euro

Berlin - Die annähernd 65 000 Mitglieder der FDP können in den nächsten beiden Monaten über die Haltung ihrer Partei zum künftigen Euro-Rettungsschirm (ESM) entscheiden. Mit der Übergabe von mehr als 3800 Unterschriften in der Parteizentrale brachte der Euro-Skeptiker Frank Schäffler am Montag das Verfahren offiziell auf den Weg. Das Ergebnis der Basisbefragung soll bis Weihnachten feststehen. Die „Euro-Rebellen“ um Schäffler, der schon seit Monaten einen Gegenkurs zur Parteiführung vertritt, hatten die Unterschriften in den vergangenen Wochen gesammelt. Gereicht hätte, dass fünf Prozent der FDP-Mitglieder unterschreiben, also etwa 3230. Die FDP-Spitze wird einen Gegenantrag zur Abstimmung stellen, mit dem der Regierungskurs in der Euro-Krise unterstützt werden soll. Beschlossen werden soll das Papier bei einer Vorstandssitzung am 24. Oktober. FDP-Generalsekretär Christian Lindner äußerte sich „außerordentlich sicher“, dass die Gruppe um Schäffler scheitern wird. dpa

Mittelstand fordert Entlastung

Düsseldorf - Die mittelständische Industrie in Deutschland fordert eine deutliche Entlastung bei der Ökostrom-Abgabe. Die EEG-Umlage müsse für die Industrie auf zwei Cent je Kilowattstunde (kWh) gedeckelt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen und Planungssischerheit zu erhalten, forderten am Montag in Düsseldorf Vetreter des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung (WSM), des Bundesverbandes der deutschen Gießerei-Industrie und des Gesamtverbandes Textil+Mode. Die drei Branchen setzen zusammen mit 900 000 Beschäftigten in rund 7000 Unternehmen 109 Milliarden Euro um. Die erwartete Steigerung der Umlage für Erneuerbare Energien um mindestens 0,3 Cent/kWh auf 3,8 Cent/kWh werde die Hälfte der Unternehmensgewinne aufzehren, warnte Holger Ade vom WSM. rtr

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