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Demo besucht Finanzmagnaten



New York - Die Demonstranten, die seit fast vier Wochen den Finanzdistrikt von New York belagern, wollen ihre Forderungen nach einer Beschneidung der Bankenmacht sowie Steuer- und Sozialreformen direkt vor die Haustüren der ungeliebten Finanzmagnaten der Millionenmetropole tragen. Mehrere Aktionsgruppen riefen am Dienstag zu einer „Milliardärs-Tour“ auf, die durch die mondänen Wohnviertel zwischen der Fifth Avenue und der Park Avenue führen sollte. Auf dem Besuchsplan standen der Chef der Großbank JPMorgan Chase und der Gründer des Medienkonzerns News-Corp, Rupert Murdoch. dpa

Ägyptischer Minister tritt zurück

Kairo - Der ägyptische Finanzminister ist aus Protest gegen das Vorgehen der Behörden bei den Ausschreitungen in Kairo zurückgetreten. Der Minister Hasem al Beblawi habe sein Amt niedergelegt, sagte ein Mitarbeiter am Dienstag. „Obwohl es nicht unbedingt eine direkte Verantwortung seitens der Regierung geben mag, liegt am Ende doch die Verantwortung auf ihren Schultern“, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Mena den Minister. Bei den Ausschreitungen am Sonntag waren 25 Menschen getötet worden. rtr

Siemens feuert Brasilien-Chef

Berlin - Siemens hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Brasilien-Chef Adilson Antonio Primo getrennt. Eine interne Compliance-Untersuchung habe einen gravierenden Verstoß gegen Siemens- Richtlinien in der Landesgesellschaft aufgedeckt, der vor 2007 geschehen war, teilte der Konzern am Dienstag mit. Die interne Untersuchung dauere an. Konzernkreisen zufolge soll Primo für eine schwarze Kasse verantwortlich gewesen sein. Siemens beschäftigt rund 10 000 Mitarbeiter in Brasilien und setzte dort zuletzt 1,8 Milliarden Euro um. vis

Notenbank verkauft Gold

Frankfurt am Main - Eine Zentralbank der Eurozone hat vergangene Woche eine ungewöhnlich große Menge an Gold verkauft. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag mitteilte, habe eine einzelne Zentralbank der Eurozone Gold im Wert von 181 Millionen Euro auf den Markt geworfen. Wie üblich teilte die EZB nicht mit, um welche Notenbank es sich handelt. In der Regel kaufen oder verkaufen Notenbanken Goldbestände im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Ein Verkauf in dieser Größenordnung sei vor allem deshalb bemerkenswert, weil Notenbanken zuletzt eher als Goldkäufer am Markt aufgetreten seien. dpa

George Soros mobilisiert

Düsseldorf - Gut einen Monat ist es her, dass der US-Investor George Soros vor einer erneuten großen Depression warnte und einen Plan vorschlug, um das zu verhindern. Jetzt stellen sich etwa 100 Unterstützer aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft hinter ihn. In dem offenen Brief, der dem „Handelsblatt“ vorliegt, fordern sie die Gründung eines gemeinsamen Finanzinstituts, das ähnlich wie ein Finanzministerium finanzielle Mittel beschaffen kann und für Haushaltsdisziplin in den Mitgliedstaaten sorgen soll. HB

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