NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Nur jeder Dritte sorgt fürs Alter vor

Berlin - Mehr als eine Milliarde Euro Fördergelder fließen jährlich in die mittlerweile 15 Millionen Riester-Verträge der Deutschen. Dennoch schließt nur jeder dritte Förderberechtigte solch einen Vertrag ab. „Finanzielle Anreize reichen offensichtlich nicht aus“, kritisierte Marco Habschick vom Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA) am Montag in Berlin. Eine Modernisierung der Riester-Rente sei notwendig. Lernen könne man dabei vom Ausland. Das von der Deutschen Bank gegründete DIA kam zu dem Schluss, dass man „zusätzliche verhaltensbasierte Anreizmechanismen“ einführen müsse, etwa Beratungen zum Thema Finanzen am Arbeitsplatz. jba

Statoil investiert Milliarden

Stavanger/Austin - Der größte norwegische Energiekonzern Statoil will für eine Milliardensumme den US-Öl- und Gasfeldausrüster Brigham Exploration übernehmen. Statoil biete mit 36,50 US-Dollar je Aktie einen Aufschlag von 20 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag, teilte Brigham am Montag in Austin mit. Der Kaufpreis würde sich damit auf rund 4,4 Milliarden Dollar belaufen. Der Verwaltungsrat des US-Unternehmens habe dem Angebot bereits zugestimmt. dpa

EMI-Verkauf wackelt

London/New York - Der Verkauf des traditionsreichen Musik-Konzerns EMI gerät laut Medienberichten ins Wanken. Der aktuelle Eigentümer Citigroup bekomme bei der laufenden Auktion deutlich niedrigere Angebote als die angepeilten bis zu vier Milliarden Dollar, berichteten am Montag die „Financial Times“ und die „New York Times“. EMI hat die Beatles im Katalog und heutige Stars wie Coldplay und Katy Perry. EMI war im Februar an die Citigroup gegangen, nachdem der bisherige Eigentümer Guy Hands seine Schulden nicht bezahlen konnte. Hands hatte EMI 2007 für insgesamt 4,2 Milliarden Pfund hauptsächlich auf Pump gekauft, sich aber in der Krise der Musikindustrie mit der Investition übernommen.dpa

Air France-KLM-Chef soll gehen

Paris - Die Lufthansa-Konkurrentin Air France-KLM kommt nicht zur Ruhe: Nach der Finanzkrise und der schwersten Flugzeugkatastrophe der Unternehmensgeschichte werden die mehr als 100 000 Mitarbeiter nun überraschend mit einem Führungswechsel konfrontiert. Konzernchef Pierre-Henri Gourgeon soll nach dem Willen des Verwaltungsrats kurzfristig seine Koffer packen, heißt es nach übereinstimmenden Informationen aus Unternehmenskreisen. In einer Übergangsphase werde Verwaltungsratschef Jean-Cyril Spinetta (68) die Geschäfte der nach Umsatz zweitgrößten europäischen Fluggesellschaft hinter der Lufthansa führen. Für Gourgeon kam die Nachricht aus heiterem Himmel. Erst im Juli war sein Vertrag um vier Jahre verlängert worden. dpa

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Beate Uhses Sohn unter Verdacht

Kiel/Flensburg - Gegen den Sohn von Beate Uhse, Ulrich Rotermund, laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue. Dabei gehe es um Kredite im Zusammenhang mit der Affäre um die Flensburger Sparkasse und den Ex-Aufsichtsratschef der Beate Uhse AG, Richard Orthmann, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kiel am Montag mit. Laut Staatsanwaltschaft dreht sich die Affäre um nicht abgesicherte Kredite von rund 45 Millionen Euro. Rotermund war nach Angaben der Beate Uhse AG von 2001 bis 2004 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und von April 2005 bis Januar 2009 Aufsichtsratsvorsitzender. dpa

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