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Athen gibt Steuersündern Zeit



Athen - Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos will eine Liste mit den Namen von Steuersündern, die dem Staat mehr als eine Million Euro schulden, zunächst nicht veröffentlichen. Das Papier sollte am Dienstag dem Parlament vorgelegt werden und vorerst aus Datenschutzgründen nur für die Abgeordneten einsehbar sein. Zunächst solle den Steuersündern eine Chance gegeben werden, ihre Schulden zu begleichen, damit ihr Name nicht weiter bekannt werde. Aus Ministeriumskreisen hieß es, die Veröffentlichung sei möglicherweise in den nächsten zwei Wochen angedacht. dpa

Strafe für Kaffee-Kartell

Bonn - Die Marktführer für löslichen Cappuccino in Deutschland, Kraft Foods und Krüger, haben sich verbotenerweise über kräftige Preiserhöhungen ab und müssen daher ein Bußgeld in Höhe von neun Millionen Euro zahlen. Dies teilte das Bundeskartellamt am Dienstag mit. Leitende Mitarbeiter der Unternehmen hätten zur Jahreswende 2007/2008 in Telefongesprächen Höhe und Zeitfenster der beabsichtigten Preiserhöhung besprochen, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Gegenstand der Gespräche seien exakte Erhöhungsbeträge zwischen 20 und 40 Cent pro Packung für den Abgabepreis an den Lebensmitteleinzelhandel gewesen. Auch Endpreise und Aktionspreis-Empfehlungen hätten die Unternehmen abgesprochen. Beteiligt an der Preisabsprache war laut Kartellamt auch Melitta. Weil das Bremer Unternehmen die Absprache aber anzeigte, kam es ohne Strafe davon. AFP

Bahn will beim Putzen sparen

Berlin - Die Fernzüge der Deutschen Bahn sollen nach Angaben der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) künftig seltener gründlich gereinigt werden. Derzeit würden die ICE-Waggons alle sechs bis acht Wochen einer Grundreinigung unterzogen, dieser Intervall solle auf zehn Wochen ausgedehnt werden, erklärte die EVG am Dienstag. Hintergrund sei „wieder einmal die Suche nach Einsparpotenzialen“. Die Bahn wies diese Darstellung zurück. In einem Pilotprojekt würden Verbesserungen des Reinigungssystems der Fernzüge getestet, sagte ein Sprecher. Erst nach Abschluss des Pilotversuchs würden Entscheidungen getroffen.AFP

EU: Europa investiert zu wenig

Brüssel - Europas Unternehmen fallen nach einer EU-Studie bei den Forschungsausgaben hinter die USA und Asien weiter zurück. Im vergangenen Jahr steckten die 400 führenden Unternehmen in der EU sechs Prozent mehr in Forschung und Entwicklung – in den USA betrug die Steigerung dagegen zehn Prozent, in China sogar fast 30 Prozent. Das geht aus dem jährlichen EU-Bericht zu Forschungsinvestitionen hervor, den die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel vorgestellt hat. dpa

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