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Neuer Chef für Italiens Zentralbank

Rom - Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi will nach Angaben aus Regierungskreisen überraschend Ignazio Visco zum neuen Chef der italienischen Zentralbank ernennen. Der bisherige stellvertretende Generaldirektor solle Mario Draghi an der Spitze der Banca d’Italia nachfolgen, sagte ein Regierungsvertreter. Draghi übernimmt Anfang November die Leitung der Europäischen Zentralbank (EZB). Visco zählte nicht zu den Favoriten für die Nachfolge Draghis. Der hatte seinen Stellvertreter Fabrizio Saccomanni favorisiert. Berlusconi schien diese Wahl zu unterstützen, doch sie stieß auf den Widerstand seines Finanzministers Giulio Tremonti und des Chefs der mit Berlusconi verbündeten Lega Nord, Umberto Bossi. Beide hatten den Generaldirektor im Finanzministerium, Vittorio Grilli, bevorzugt. AFP

Zigarettenabsatz steigt leicht

Wiesbaden - Trotz jüngster Tabaksteuererhöhung bleiben Raucher bei ihrem Laster. Nach einem Rückgang im zweiten Quartal ist der Zigarettenabsatz von Juli bis September wieder gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 1,9 Prozent mehr Zigaretten versteuert als im Vorjahreszeitraum. Besonders stark stieg der Absatz von Pfeifentabak mit 31,5 Prozent. Dagegen sank die Nachfrage nach Feinschnitt zum Selberdrehen um drei Prozent. Insgesamt wurden Tabakwaren im Verkaufswert von 6,5 Milliarden Euro versteuert – das ist ein Plus von 6,5 Prozent. dpa

UBS will Risiko vermindern

New York/Zürich - Der neue Chef der Schweizer Großbank UBS, Sergio Ermotti, will nach dem Zockerskandal mit Milliardenverlusten das risikoreiche Investmentbanking stark beschneiden. Die langjährige Strategie mit zwei Standbeinen sei nicht mehr tragfähig, sagte der Manager dem „Wall Street Journal“ zufolge. Die UBS solle sich auf die risikoarme und ertragsreiche Vermögensverwaltung für reiche Kunden konzentrieren. Das Investmentbanking macht bislang rund zwei Drittel des Geschäfts aus. Laut Bericht sollen nun die Ressourcen in Richtung Vermögensverwaltung umverteilt werden. Damit verschärfte die Bank ihr laufendes Sparprogramm noch, bei dem 3500 Stellen wegfallen. dpa

Nestlé macht weniger Umsatz

Vevey - Der starke Schweizer Franken hat den weltgrößten Lebensmittelkonzern Nestlé belastet. Der Umsatz ging in den ersten neun Monaten von 70,4 auf 60,9 Milliarden Franken (rund 49 Milliarden Euro) zurück, teilte Nestlé mit. Das organische Wachstum, also aus eigener Kraft, lag aber bei über sieben Prozent. Für das Gesamtjahr geht der Konzern trotz hoher Rohstoffpreise davon aus, die langfristige Bandbreite von fünf bis sechs Prozent des organischen Wachstums leicht übertreffen zu können. Nestlé bezifferte die negativen Auswirkungen des starken Frankens auf 15,1 Prozent. dpa

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