NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Deutschland erfindet sich neu

Berlin - Die deutsche Wirtschaft konnte im vergangenen Jahr erneut ihre Stellung als Innovations-Europameister verteidigen, wie aus einer am Montag in München vorgestellten Studie der Unternehmensberatung Booz & Company hervorgeht. 2010 lag das Investitionsbudget deutscher Unternehmen für Forschung und Entwicklung (F&E) bei rund 27,8 Milliarden Euro, der Etat konnte um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Damit liegt Deutschland vor Frankreich und der Schweiz. Mit Volkswagen (14) und Siemens (20) haben es zwei deutsche Konzerne im globalen Ranking unter die Top-20 geschafft. Für die Studie „Global Innovation 1000“ hat Booz die F&E-Ausgaben der ihrer Meinung nach führenden 1000 Unternehmen weltweit analysiert, die entsprechende Angaben veröffentlichen. jba

Nissan will bei Elektroautos führen

Tokio - Der japanische Autobauer Nissan will in den kommenden fünf Jahren weltweit 1,5 Millionen Elektroautos verkaufen. Nissan wolle bei den emissionsfreien Fahrzeugen die Führungsrolle übernehmen, teilte der zweitgrößte japanische Hersteller nach Toyota am Montag mit. Das Unternehmen, das zu 43,8 Prozent dem französischen Konzern Renault gehört, hat bislang 15 000 Exemplare seines batteriebetriebenen Modells Leaf verkauft. Zusammen wollen beide Firmen sieben weitere Elektroautomodelle auf den Markt bringen. AFP

Media-Saturn schasst Manager

Ingolstadt - Angesichts der Schmiergeldaffäre beim Elektronikhändler Media-Saturn hat die Unternehmensgruppe einen ihrer Geschäftsführer suspendiert. Der Deutschland-Chef von Media-Markt sei auf Wunsch der Gesellschafter der Unternehmensgruppe ab sofort beurlaubt, erklärte ein Unternehmenssprecher am Montag. In der Korruptionsaffäre hatte die Staatsanwaltschaft Augsburg vergangene Woche fünf Beschuldigte festgenommen, unter ihnen einen für den Bereich Süd verantwortlichen Manager von Media Markt, der Schmiergeld in Höhe von 3,5 Millionen Euro kassiert haben soll. Der Deutschland-Chef ist der unmittelbare Vorgesetzte dieses Managers. AFP

Eon und RWE bekommen Geld

Düsseldorf - Im Streit um die Brennelementesteuer haben die Energiekonzerne Eon und RWE insgesamt 170 Millionen Euro zurückbekommen. Eon wurden nach Informationen des „Handelsblatts“ 96 Millionen Euro und RWE 74 Millionen Euro erstattet. Zuvor hatten die Finanzgerichte Hamburg und München erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der zu Jahresbeginn eingeführten Brennelementesteuer geäußert. Die Steuer hätte jährlich rund 1,3 Milliarden Euro einbringen sollen. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben