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Gasanbieter erhöhen die Preise

München - Zum November oder Dezember wollen nach Angaben des Vergleichsportals Check24 bundesweit 51 Gasversorger ihre Preise erhöhen. Im Schnitt lägen die Aufschläge bei neun Prozent, es würden allerdings im Einzelfall auch Steigerungen von bis zu 21 Prozent erreicht, teilte Check24 am Montag in München unter Verweis auf eigene Analysen des Energiemarkts mit. Für die insgesamt betroffenen eine Million Haushalte schlägt das erhöhte Preisniveau demnach aufs Jahr gerechnet mit Extrakosten von durchschnittlich 118 Euro zu Buche. Bei den höchsten Steigerungsraten belaufen sich die Mehrkosten auf bis zu 262 Euro pro Jahr. AFP

TDK streicht jede achte Stelle

Tokio - Der japanische Elektronikkonzern TDK, einst bekannt für seine Audio- und Videokassetten, streicht 11 000 seiner weltweit rund 88 500 Stellen. Gründe seien das schwere Erdbeben in Japan im März, der starke Yen und die derzeitigen Überschwemmungen in Thailand, teilte ein Sprecher am Montag mit. Die Stellen sollen demnach binnen zwei Jahren abgebaut werden. Wie viel Jobs in Japan und wie viele im Ausland betroffen sind, sei noch nicht entschieden. AFP

Saab entlässt 500 Mitarbeiter

Stockholm - Der angeschlagene Autohersteller Saab will seine Mitarbeiterzahl von 3500 auf 3000 reduzieren. Das kündigte das schwedische Unternehmen am Montag bei der Vorstellung eines Sanierungsplans nach der Übernahme durch zwei chinesische Investoren an. Insgesamt wolle man die Kosten in einem nicht genannten Zeitraum um eine Milliarde Kronen (110 Millionen Euro) senken, hieß es. dpa

tet Riesen-Verlust

Tokio - Der japanische Elektronik-Riese Panasonic rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem massiven Verlust. Der Hersteller von Fernsehern, Kameras und Office-Ausrüstung prognostizierte am Montag ein Minus von 420 Milliarden Yen (rund 3,9 Milliarden Euro) für das Ende März auslaufende Jahr. Grund seien die schwache Nachfrage in entwickelten Märkten wie Europa und die USA, ein Preiskampf bei Flachbild-Fernsehern sowie den starken Yen. Ursprünglich hatte Panasonic noch einen Jahresgewinn von umgerechnet rund 278 Millionen Euro erwartet. dpa

Barclays überrascht

London - Die britische Großbank Barclays hat sich trotz der Schuldenkrise in Europa im dritten Quartal überraschend gut geschlagen. Der bereinigte Vorsteuergewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 1,3 Milliarden Pfund (1,48 Milliarden Euro) zu, wie das Institut am Montag in London mitteilte. Damit übertraf es die Erwartungen von Analysten leicht. Der Vorsteuergewinn lag bei 2,4 Milliarden Pfund, vor einem Jahr waren es 327 Millionen Pfund. Nach drei Vierteln des Geschäftsjahres blieben unterm Strich 2,65 Milliarden Pfund in der Kasse – nach 2,48 Milliarden Pfund im Vorjahreszeitraum. dpa

Deutsche kaufen mehr ein

Wiesbaden - Die Bundesbürger bleiben trotz der Euro-Schuldenkrise in Kauflaune. Nach einer Delle im August stiegen die Einzelhandelsumsätze im September wieder. Zwar fiel der Zuwachs etwas geringer aus als von Ökonomen erwartet, doch steht die Branche in den ersten neun Monaten besser da, als sie selbst erhofft hat. Von Januar bis September stiegen die Umsätze um nominal 2,7 Prozent und preisbereinigt (real) um 1,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Die Branche rechnet mit einem Umsatzplus von nominal 1,5 Prozent im Gesamtjahr, das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft steht noch bevor. dpa

EMI-Käufer zieht sich zurück

London/New York - Der Verkauf des traditionsreichen Musik-Konzerns EMI wird immer komplizierter. Der US-Investor Len Blavatnik, der schon den Konkurrenten Warner Music gekauft hat, hat sich laut Medienberichten vorerst aus der Auktion zurückgezogen. Blavatnik galt als aussichtsreichster Anwärter auf das Kerngeschäft mit Musikaufnahmen. Der Verkäufer Citigroup und Blavatnik hätten aber zu unterschiedliche Preisvorstellungen gehabt, berichteten am Montag die „Financial Times“ und die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Zugleich werde nicht ausgeschlossen, dass der Warner-Music-Besitzer am Ende doch noch den Zuschlag bekommen könnte. dpa

BASF will Genkartoffel

Limburgerhof - Der Chemiekonzern BASF hat die Zulassung einer gentechnisch veränderten Kartoffelsorte als Lebensmittel beantragt. Die Genkartoffel Fortuna sei gegen die Kraut- und Knollenfäule resistent, erklärte BASF am Montag. Der Konzern will die Sorte demnach als Lebensmittel für Menschen und als Futtermittel für Tiere nutzen. BASF forscht den Angaben zufolge seit 2003 an der Kartoffel und testete sie bereits über sechs Jahre in Feldversuchen. Auf den Markt kommen soll Fortuna 2014 bis 2015. AFP

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