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Jede dritte freie Stelle

ist ein Zeitarbeits-Job



Gute Zeiten für Jobsucher: In deutsche Firmen gibt es nach Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit (Ba) trotz wachsender Konjunkturskepsis noch immer knapp 500 000 freie Stellen. Die Zahl der angebotenen Arbeitsplätze habe damit im Oktober nur knapp unter dem Allzeithoch vom September gelegen, teilte die BA mit. Der größte Arbeitskräftebedarf besteht nach Erkenntnissen der Bundesagentur weiter bei der Zeitarbeit; gut jede dritte freie Stelle gab es im Oktober in dieser Branche. dpa

In einigen Branchen gibt es höhere tarifliche Mindestlöhne

Einer neuen Studie zufolge sind die Löhne in der niedrigsten Tarifgruppe in vielen deutschen Wirtschaftszweigen gestiegen. In den vergangenen anderthalb Jahren sei die Zahl der tariflichen Vergütungsgruppen mit Stundenlöhnen unter 8,50 Euro merklich zurückgegangen, teilte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch in Düsseldorf mit. Die Stiftung bezieht sich auf eine eigene Studie, bei der Daten von mehr als 4700 Vergütungsgruppen aus 41 Branchen und Wirtschaftszweigen ausgewertet wurden. Danach gab es im September 2011 in 13 Prozent der Branchen tarifliche Stundenlöhne von weniger als 8,50 Euro. Im März 2010 waren es den Angaben zufolge noch 16 Prozent. epd

Verdienste von Mitarbeitern werden nicht mehr zentral gespeichert

Weil sich die elektronische Signatur noch nicht durchgesetzt hat, wird der elektronische Entgeltnachweis (Elena) wieder abgeschafft. Der Bundesrat ließ dafür am Freitag ein Gesetz passieren. Bereits gespeicherte Datenmengen sind wieder zu löschen. Mit dem 2009 eingeführten Elena-Verfahren waren die Arbeitgeber verpflichtet worden, die Entgeltdaten ihrer Beschäftigten an eine zentrale Speicherstelle zu melden. Für Sozialleistungsverfahren sollten sie dort mit Zustimmung der Betroffenen von den zuständigen Behörden abgerufen werden können. Dazu wäre auch die elektronische Signatur nötig gewesen. Diese wird aber Studien zufolge in absehbarer Zeit nicht flächendeckend eingeführt sein. dapd

Deutschland ist mit Architekten

gut versorgt

Viele Branchen beklagen einen Fachkräftemangel. Bei Architekten dagegen haben Büros bei Einstellungen auch fortan die Qual der Wahl. „Die Zahl der Architekturstudenten steigt. 2010 waren es 45 000. Der Druck auf dem Arbeitsmarkt durch den Nachwuchs wächst“, sagt der Geschäftsführer der Bundesarchitektenkammer, Tillman Prinz. Hinzu kommt, dass schon seit Jahren die Absolventenzahl bei weitem die Zahl derjenigen übersteigt, die aus dem Beruf ausscheiden. Auf 6500 Absolventen kommen jedes Jahr 1200 Ruheständler. dpa

Der Fachkräftemangel verbessert

die Jobchancen für Behinderte


Zunehmender Fachkräftemangel verbessert laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) allmählich die Jobchancen für Schwerbehinderte. In Regionen mit niedriger Arbeitslosigkeit und hohem Bedarf schlage sich das bereits in den Vermittlungszahlen nieder, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt am Donnerstag in Erfurt. Bundesweit liege aber zur Zeit die Zahl von arbeitslosen Schwerbehinderten höher als vor einem Jahr. Bundesweit sind nach Agenturangaben 174 000 Schwerbehinderte arbeitslos, 1600 mehr als ein Jahr zuvor. 6,3 Prozent aller Arbeitslosen sind schwerbehindert. dpa

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