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Media-Markt-Chef verhaftet

München - Im Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre bei Media-Markt ist der Deutschlandchef des Elektronikhändlers, Michael Rook, verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft Augsburg bestätigte am Mittwoch die Verhaftung des Managers in Norddeutschland. Rook sei „unterwegs“ aufgegriffen worden. Er sei nicht auf der Flucht gewesen. Nach Aussagen weiterer Verdächtiger bestehe inzwischen „dringender Tatverdacht“ gegen Rook, sagte Staatsanwalt Christian Engelsberger. Er werde der gewerbsmäßigen Bestechlichkeit in 70 Fällen beschuldigt. Media Markt hatte den Deutschlandchef bereits Ende Oktober suspendiert. Die Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt insgesamt gegen 19 Personen. Hintergrund sind dubiose Provisionszahlungen für Breitband-Internetanschlüsse. dpa

Russen essen keine deutschen Säue

Moskau - Russland will ab kommenden Dienstag keine lebenden Schweine mehr aus Deutschland importieren. Es sei nicht gewährleistet, dass die Tiere jeweils 30 Tage vor dem Eintreffen in Russland nicht mehr mit Antibiotika behandelt werden, sagte der Leiter der russischen Veterinärbehörde, Sergej Dankwert, am Montag. Deutschland habe Russland diese Garantie nicht gegeben, daher werde Russland ab dem 15. November auch keine lebenden Schweine mehr einführen. Nach Angaben der Behörde liefert Deutschland jährlich bis zu 350 000 lebende Schweine nach Russland. AFP

Riesenlaster rollen ab Frühjahr

Berlin - Im nächsten Frühjahr werden die ersten gut 25 Meter langen Riesenlastwagen trotz heftiger Kritik über deutsche Straßen rollen. Fünf Jahre lang will die Regierung in einem Feldversuch testen, ob sich der Einsatz lohnt. Das Kabinett billigte eine entsprechende Ausnahmeverordnung, die am 1. Januar in Kraft tritt, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums. Im Frühjahr dürften die ersten der insgesamt 400 Lkw dann tatsächlich unterwegs sein. Bundestag und Bundesrat müssen dem Versuch zwar nicht zustimmen – aber mehrere Länder, sperren sich gegen den Test, darunter Nordrhein-Westfalen mit seinem dichten Autobahnnetz, ebenso Berlin. dpa

Rajaratnam muss hohe Strafe zahlen New York - Der wegen Insiderhandels verurteilte Hedgefonds-Gründer Raj Rajaratnam muss für seine Verfehlungen noch schwerer büßen. Ein Richter in Manhattan verhängte am Dienstag in einem Zivilverfahren eine zusätzliche Strafe von 92,8 Millionen Dollar (67 Millionen Euro) gegen die einstige Wall-Street-Größe. Bereits zuvor hatte ein anderer Richter ihn in einem Strafverfahren zur Zahlung von insgesamt 63,8 Millionen Dollar sowie zu elf Jahren Haft verurteilt. Der Hedgefonds-Manager war von den Geschworenen für schuldig befunden worden, im großen Stil illegale Aktiengeschäfte getätigt zu haben. dpa

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