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Deutsche wollen mehr arbeiten

Wiesbaden - Das Potenzial der Arbeitskräfte in Deutschland ist nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes längst noch nicht ausgenutzt. Im vergangenen Jahr wünschten sich 8,4 Millionen Menschen im Alter zwischen 15 und 74 Jahren Arbeit oder zusätzliche Arbeitsstunden, wie das Amt am Donnerstag auf Grundlage des Mikrozensus’ berichtete. Das waren 3,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Nach den offiziell registrierten Arbeitslosen (2,9 Millionen) bildeten die Teilzeitbeschäftigten mit 2,2 Millionen die zweitgrößte Gruppe auf der Suche nach weiterer Beschäftigung. Auch 2,1 Millionen Menschen mit Vollzeitjobs würden noch zusätzliche Arbeit annehmen. Zur „stillen Reserve“ rechneten die Statistiker 1,2 Millionen Menschen. Sie stehen aber nicht immer kurzfristig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. dpa

Zeitungen sollen leichter fusionieren

Berlin - Die Bundesregierung will angesichts des rasanten Medienwandels die Fusion von Presseunternehmen erleichtern. Demnach würde das Kartellamt den Zusammenschluss von Zeitungs- oder Zeitschriftenverlagen erst dann für eine Genehmigung prüfen, wenn der gemeinsame Umsatz weltweit über 62,5 Millionen Euro liegt. Bisher liegt die Grenze bei 25 Millionen Euro. Bei Inlandsumsätzen würden die Kartellwächter erst eingeschaltet, wenn das eine Presseunternehmen mehr als 3,125 Millionen Euro umsetzt, das andere mehr als 625 000 Euro. Das geht aus dem Entwurf für eine Reform des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) aus dem Wirtschaftsministerium hervor. dpa



Opel-Betriebsrat warnt vor Sparkurs

Frankfurt am Main - Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz geht wieder auf Konfrontationskurs zum Management der Muttergesellschaft General Motors (GM). Die „von GM losgetretenen Spekulationen über die Zukunft von Opel/Vauxhall sind geschäftsschädigend und unverantwortlich“, sagte Franz am Donnerstag. GM-Finanzchef Dan Ammann hatte am Mittwoch Werksschließungen nicht ausgeschlossen, nachdem die Europa-Tochter die Gewinnzone 2011 nun doch nicht erreichen wird.rtr

Datenschützer droht Facebook

Berlin - Im Streit um die automatische Gesichtererkennung auf Facebook-Fotos haben Datenschützer den Druck auf das US-Unternehmen erhöht. Das Soziale Online-Netzwerk sei nicht der Aufforderung nachgekommen, die Funktion mit deutschen und europäischen Regelungen in Einklang zu bringen, erklärte der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz Johannes Caspar am Donnerstag. Nun bereite man rechtliche Schritte vor. Facebook entgegnete in einer Stellungnahme, die Ankündigung rechtlicher Schritte durch Caspar halte man „für absolut unnötig“. Die Markierungsvorschläge von Facebook seien mit den europäischen Datenschutzgesetzen konform, sagte eine Firmen-Sprecherin. dpa

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