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Firmen stellen mehr Ältere ein

Berlin - Die Situation älterer Arbeitnehmer hat sich deutlich verbessert. Der Anteil sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter über 50 Jahren nahm in den letzten zehn Jahren überproportional zu, ergab eine am Freitag vorgestellte Studie „Karriere und Beruf 50plus“ des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW). Bei den 60- bis 64-Jährigen hat sich die Quote sogar von elf auf 24,6 Prozent mehr als verdoppelt. Eine im Oktober ebenfalls vom IW durchgeführte Umfrage bei 755 Industrie- und Dienstleistungsfirmen bestätigte diesen Trend: Für rund die Hälfte der Unternehmen sei das Thema zunehmend wichtig, sagte Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und Auftraggeber der Studien. Beklagt wurde zugleich, dass zu wenig Bewerbungen aus dieser Altersklasse eingingen. suw

Kreativbranche wächst

Berlin - Die Kultur- und Kreativbranche in Deutschland gewinnt an Bedeutung. Der Umsatz des Wirtschaftszweiges, darunter Medien, Design, Musik und Kunstmarkt, stieg in 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf 137 Milliarden Euro, wie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto (FDP), am Freitag sagte. Die Bruttowertschöpfung lag bei 64 Milliarden Euro. Die Branche umfasst mittlerweile 244 000 Unternehmen mit 960 000 Mitarbeitern. „Die Kultur- und Kreativwirtschaft setzt ihren Erfolgskurs weiter fort“, sagte Otto. Insgesamt werde die Branche für die Gesamtwirtschaft immer wichtiger. dapd

Spanien rutscht in die Rezession

Madrid - Spanien kommt einer Rezession immer näher. Die Wirtschaft stagnierte im dritten Quartal, weil die Binnennachfrage unter dem Sparkurs der Regierung leidet. Im Frühjahr hatte es noch ein Wachstum von 0,2 Prozent gegeben. Viele Experten gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in den kommenden Quartalen schrumpfen wird. Wegen der Schuldenkrise in Europa und dem schwächeren Welthandel droht mit den Exporten die nächste Konjunkturstütze wegzufallen. rtr

Arbeitsagentur erwartet kleines Plus

Nürnberg - Die Bundesagentur für Arbeit rechnet für das kommende Jahr wieder mit einem Haushaltsüberschuss. Unter der Annahme von durchschnittlich 2,85 Millionen Arbeitslosen und einem Wirtschaftswachstum von einem Prozent dürfte 2012 ein Gewinn von 550 Millionen Euro anfallen, teilte die Behörde am Freitag nach der Sitzung des Verwaltungsrates in Nürnberg mit. Da man das laufende Jahr aber voraussichtlich mit einem Defizit von rund 470 Millionen Euro abschließen werde und ein Darlehen des Bundes zurückzahlen müsse, blieben unterm Strich lediglich 80 Millionen Euro. Dadurch könne die Agentur für neue Krisen keine Reserven bilden. dapd

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