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Studie: Gründungszuschuss

für Arbeitslose hat sich bewährt



Der als Ersatz für die Ich-AG eingeführte Gründungszuschuss für Arbeitslose hat sich nach Ansicht von Jobvermittlern bewährt. Mit der jetzigen Regelung sei ein gelungenes Förderinstrument geschaffen worden, das kaum missbraucht werde und nur zu wenig Mitnahmeeffekten geführt habe, berichteten die Vermittler in einer Umfrage des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die von der schwarz-gelben Bundesregierung geplante Reform dieses Instruments sehen viele Arbeitsvermittler dagegen skeptisch. Nach Erkenntnissen des IAB hatte die Reform der entsprechenden Förderung im Jahr 2006 nur zu einem verhältnismäßig geringen Rückgang arbeitsloser Existenzgründer geführt. dpa



Kfz-Servicemechaniker

haben wenig Zukunft

Die Ausbildung zum Kfz-Servicemechaniker wird als eigenständiges Angebot wahrscheinlich nicht fortbestehen. Viele Betriebe halten die zweijährige Ausbildung für die Autobranche für nicht ausreichend. Es würden Arbeitnehmer mit höherwertigen Qualifikationen gesucht. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), das die Ausbildung evaluiert hat. Am sinnvollsten sei es, die Ausbildung in den dreieinhalbjährigen Ausbildungsberuf des Kfz-Mechatronikers zu integrieren. dpa

Ausbildung: Jeder zweite Bewerber wartet auf einen Platz

Obwohl die Zahl der Ausbildungsplätze weiter steigt, findet nur etwa jeder zweite Bewerber auf Anhieb eine Lehrstelle. 54 Prozent der bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten Anwärter standen Ende September in einer Berufsausbildung, teilte die BA mit. Die übrigen entschieden sich entweder anders, machten etwa ein Praktikum, setzten die Schule fort, landeten in einer Fördermaßnahme, oder sie blieben auf der Suche. Das betraf zwar nur zwei Prozent der Bewerber, bei weiteren 16 Prozent war der Verbleib aber unklar. Insgesamt gab es Ende September 29 700 offene Lehrstellen und 11 600 suchende Bewerber. Der Überhang an Stellen wuchs damit seit 2010 von 7300 auf 18 100. Jugendliche auf Lehrstellensuche haben auch im November noch die Chance, einen Platz in der Gastronomie und Hotellerie zu bekommen. „Hier gibt es noch freie Ausbildungsplätze“, sagt Michael Assenmacher, Ausbildungsexperte beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin. Die Nachvermittlungsaktionen laufen zurzeit.dpa



Bundesregierung setzt

auf qualifizierte Zuwanderung

Die Bundesregierung will ausländischen Fachkräften in Mangelberufen eine berufliche Zukunft in Deutschland erleichtern. Ärzte, IT-Fachleute und Ingenieure könnten schon dann eine Arbeitserlaubnis bekommen, wenn ihr Jahreseinkommen 33 000 Euro übersteigt, sagte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) der „Passauer Neuen Presse“. Für andere Berufe hatte die schwarz-gelbe Koalition bereits eine deutlich höhere Grenze festgelegt. Demnach kann jemand, der im Jahr 48 000 Euro und mehr verdient, direkt unbeschränkt nach Deutschland kommen. „Wenn er in den ersten drei Jahren den Sozialversicherungssystemen zur Last fällt, verliert er sein Aufenthaltsrecht“, schränkte von der Leyen ein. „Ab 44 000 Euro Jahreseinkommen dürfen Akademiker auf drei Jahre befristet hier arbeiten, bevor sie generelle Niederlassungsfreiheit erhalten.“dpa

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