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Renten steigen, Rentenbeitrag sinkt

Berlin - Beschäftigte und Arbeitgeber sollen zum Jahreswechsel durch einen niedrigeren Rentenbeitrag entlastet werden. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin, den Beitragssatz zum 1. Januar 2012 von 19,9 auf 19,6 Prozent zu verringern. Die Rentner können zudem auf eine deutliche Rentensteigerung im kommenden Jahr hoffen. Die Entlastung für Arbeitgeber und Beschäftigte durch den niedrigeren Beitragssatz beläuft sich laut Bundesarbeitsministerium im nächsten Jahr auf jeweils 1,3 Milliarden Euro. Begründet liegt die geplante Beitragssenkung darin, dass die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage der Rentenversicherung deutlich angewachsen ist. Sie liegt dem aktuellen Rentenversicherungsbericht zufolge am Ende dieses Jahres voraussichtlich bei knapp 1,4 Monatsausgaben, während sie Ende 2010 nur gut 1,1 Monatsausgaben umfasste. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass sich die Rücklage zwischen 0,2 und 1,5 Monatsausgaben der Rentenversicherung bewegen soll. Wird die Obergrenze voraussichtlich überstiegen, sinkt der Beitragssatz. AFP

BayernLB schreibt Ziele ab

München - Die BayernLB hat ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr nach einem Verlust im dritten Quartal aufgehoben. Bislang war die Bank von schwarzen Zahlen im Gesamtjahr ausgegangen, hält diese Aussage aber nicht weiter aufrecht. Im dritten Quartal entstand ein Minus von 92 Millionen Euro nach einem Gewinn von 95 Millionen Euro im Vorquartal, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. „Das solide Kerngeschäft der neuen BayernLB wurde von bedauerlichen Verlusten in anderen Bereichen überschattet“, sagte BayernLB-Chef Gerd Häusler. Zu dem Verlust trug vor allem die ungarische Tochter MKB bei, für die wegen geänderter Gesetzesvorschriften eine Rückstellung von 108 Millionen Euro gebildet werden musste. Belastet wurde das Ergebnis zudem durch Abschreibungen von Tochterunternehmen auf griechische Staatsanleihen. dpa

Putin will Partnerschaft stärken

Moskau - Russlands Regierungschef Wladimir Putin hat bei einem Treffen mit dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft für eine engere Energiepartnerschaft beider Länder geworben. Angesichts des deutschen Atomausstiegs sei dies aktuell wie nie, sagte Putin am Mittwoch in Moskau. So könne Deutschland die dringend nötige Modernisierung der russischen Industrie unterstützen, während die Energiegroßmacht Russland mehr Ressourcen nach Westen liefert. Als Beispiel nannte Putin die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream, deren erster Strang unlängst eingeweiht worden war. „Der zweite Strang wird wohl früher fertig als geplant“, sagte der ehemalige Kremlchef. China habe im laufenden Jahr Deutschland als Russlands stärksten Handelspartner überholt, sagte Putin nach Angaben der Agentur Interfax.dpa

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