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Nur jedes achte Callcenter bezahlt nach Flächentarifvertrag

Nur noch jedes achte der rund 6700 Callcenter in Deutschland bindet sich an einen Flächentarifvertrag. In der Entstehungsphase der Callcenter Anfang der 90er Jahre dagegen hätten die meisten als eigene Abteilungen in Großunternehmen noch dem jeweiligen Branchentarif unterlegen, berichtet der Soziologe Hajo Holst von der Universität Jena in der Fachzeitschrift des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Der Callcenter-Bereich sei in der zweiten Hälfte der 90er Jahre stark gewachsen und es habe sich ein Rand nicht regulierter Arbeitsverhältnisse mit einem hohen Prekaritätsrisiko entwickelt. Der Präsident ASTA FU]des Call-Center-Verbandes Deutschland (CCV), /ASTA FU]Manfred Stockmann, hat sich kürzlich für einen Mindestlohn für die Branche ausgesprochen. Das verhindere den Wettbewerb auf der Grundlage von Dumpinglöhnen und bekämpfe den Fachkräftemangel. AFP

Jeder Vierte kann sich vorstellen,

sich selbstständig zu machen

Mehr als jeder vierte Deutsche (27 Prozent) kann sich vorstellen, sich selbstständig zu machen. Das hat eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung ergeben. Damit ist die Bereitschaft leicht gestiegen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen: Im vergangenen Jahr lag der Wert erst bei 24 Prozent. Insgesamt wurden 974 Deutsche ab 14 Jahren im Auftrag der Firma Amway befragt. Generell steht die Mehrheit der Deutschen (60,6 Prozent) der Arbeit als Selbstständiger positiv gegenüber. Das sind etwas mehr als im Vorjahr (56 Prozent). Fast jeder Dritte (31,6 Prozent) lehnt dieses Berufsmodell aktuell dagegen ab. dpa

Die Arbeitsagentur hilft Studenten aus dem Ausland bei der Jobsuche

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hilft ausländischen Studenten mit Hochschulabschluss in Deutschland bei der Stellensuche. Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) hat im November und Dezember entsprechende Projekte an den Hochschulstandorten Nürnberg, Erlangen und München gestartet, wie sie am Montag in Bonn mitteilte. Das Pilotprojekt in Bonn sei erfolgreich verlaufen; es sei geplant, das Angebot bundesweit einzuführen. Die Studenten lernen Stellenangebote zu analysieren, Bewerbungen zu schreiben und Vorstellungsgespräche vorzubereiten. Zudem werden sie mit Arbeitgebern in der Region in Kontakt gebracht. In Bonn habe die ZAV 19 von 22 Teilnehmern des Pilotprojekts in einem Betrieb untergebracht. AFP

ASTA FU]Migranten sind beruflich häufig

mobiler

In Deutschland lebende Migranten sind beruflich mobiler als Menschen ohne ausländische Wurzeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch in Wiesbaden vorgestellte Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). Danach ist jeder vierte berufstätige Migrant mobil, während es bei den Berufstätigen ohne Migrationshintergrund nur jeder Sechste ist. Migranten hätten einen starken Willen, gesellschaftlich aufzusteigen, so das BiB. Sie seien deshalb eher bereit, mobil zu sein, wenn der Job das erfordere. Andererseits zeuge dies von einer größeren wirtschaftlichen Notwendigkeit, da sie tendenziell schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten. Für die Untersuchung des BiB galt als mobil, wer über größere Distanzen pendelt, häufig außer Haus übernachtet oder in den vergangenen drei Jahren über eine größere Entfernung umzog.kna

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