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S21: Ausstieg wird noch teurer



Berlin - Ein Ausstieg aus dem Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 käme den Staat laut Bahn-Chef Rüdiger Grube noch teurer als die bislang genannte Summe von 1,5 Milliarden Euro. Zu diesem Betrag, den allein die Bahn vom Land Baden-Württemberg fordern würde, kämen noch Ansprüche der Projektpartner wie der Stadt Stuttgart, dem Flughafen und dem Bund, sagte er in Berlin. „Das wird eine umfangreiche, hoch komplexe Schadenersatzklage.“ Am Sonntag stimmt Baden- Württemberg über die Zukunft des Projekts ab, bei dem der alte Kopf- in einen unterirdischen Tiefbahnhof umgebaut werden soll. Die Grünen lehnen dies ab, die mitregierende SPD ist dafür. Zum Streit um den Berliner Bahnhof Zoo sagte Grube, man prüfe, ob dort in Zukunft wieder Fernzüge halten könnten. „Was vor vier Jahren richtig war, muss heute nicht auch noch richtig sein.“ brö

HRE-Panne: Prüfer trifft Mitschuld

Frankfurt am Main/Berlin - Bei der Suche nach Verantwortlichen für die milliardenschwere Bilanzierungspanne bei der Bad Bank der Hypo Real Estate geraten die Wirtschaftsprüfer von PWC wieder ins Visier. PWC hätte bereits im Frühjahr 2010 erkennen können, dass die Bilanz der Bad Bank um viele Milliarden Euro aufgebläht war, heißt es in einem Zwischenbericht der Bundesbank, aus dem „Stern.de“ zitiert. Das Bundesfinanzministerium wollte den Bericht nicht kommentieren. Bei dem Ende Oktober öffentlich gewordenen Rechenfehler ging es um 55,5 Milliarden Euro, die fälschlicherweise als Schulden verbucht waren. dpa

Weniger Hartz bei Steuererstattung

Karlsruhe - Hartz-IV-Bezieher müssen eine Kürzung ihres Arbeitslosengeldes II hinnehmen, wenn sie vom Finanzamt einen Teil der gezahlten Einkommensteuer zurückerhalten. Dies entschied das Bundesverfassungsgericht (AZ: 1 BvR 2007/11). Damit scheiterte eine Hartz- IV-Empfängerin aus Berlin vor Gericht. Die Frau hatte 2009 vom Finanzamt eine Einkommensteuererstattung in Höhe von 459,86 Euro erhalten. Das Jobcenter wertete das Geld als Einkommen, das auf das Arbeitslosengeld II mindernd angerechnet werden muss.epd

Groupon-Aktie erlebt Erdrutsch

New York - Der Höhenflug der Schnäppchen-Website Groupon an der Börse währte nur kurz: Mit einem rasanten Kurssturz fiel die Aktie am Mittwoch unter den Ausgabepreis von 20 Dollar. Im frühen New Yorker Handel war das Papier nach einem Minus von rund neun Prozent nur noch 18,20 Dollar wert. Die Kursverluste hatten am Montag eingesetzt, als die Haltefrist für frühe Anteilseigner und Mitarbeiter auslief und sie ihre Aktien auf den Markt werfen konnten. Zum Handelsstart am Montag kostete die Aktie noch mehr als 26 Dollar. In zwei Tagen verpuffte damit mehr als ein Viertel des Unternehmenswertes. dpa

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