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BASF gibt sich eine Agenda 2020

Ludwigshafen - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will sich von Schuldenkrise und wachsenden Konjunktursorgen nicht bremsen lassen. Der neue Konzernchef Kurt Bock präsentierte am Dienstag ehrgeizige Ziele für die kommenden Jahre. Bis 2020 soll der Umsatz demnach von zuletzt 64 Milliarden auf rund 115 Milliarden Euro steigen. Bock, der seit Mai an der Spitze des Konzerns steht, schraubte damit das Ziel seines Vorgängers Jürgen Hambrecht weiter nach oben. Vor allem vom Wachstum der Weltbevölkerung verspricht sich die BASF gute Geschäfte. In Schwellenländer soll in den kommenden Jahren mehr als ein Drittel der Investitionen fließen. dpa

AT&T sucht Umweg zu T-Mobile

New York - Der US-Mobilfunkkonzern AT&T will die umstrittene Übernahme der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile USA einem Bericht zufolge durch ein Geschäft mit einem dritten Konkurrenten noch retten. AT&T verhandle mit dem kleinen Mobilfunk-Anbieter Leap Wireless, berichtete die „New York Times“ am Dienstag. Leap Wireless könne demnach einen Teil des Netzes und der Kunden von T-Mobile übernehmen. Durch einen solchen Deal könnten Bedenken von Wettbewerbshütern ausgeräumt werden, die befürchten, AT&T könne eine marktbeherrschende Stellung durch die T-Mobile-Übernahme gewinnen. AFP

Mittelstand kriegt genug Kredite

Frankfurt am Main - Der deutsche Mittelstand muss noch keine Angst haben, dass der Strom der Investitionskredite aus den Banken versiegt. „Von einer Kreditklemme sind wir meilenweit entfernt“, sagte der Chefvolkswirt der staatlichen Förderbank KfW, Norbert Irsch, am Dienstag bei der Vorstellung des „KfW-Mittelstandspanel 2011“. „Aber die Bedingungen werden schwerer.“ Das könnte dann vor allem innovative Unternehmen und riskantere Projekte treffen. Auch die Mittelständler selbst machen sich der Umfrage zufolge wenig Sorgen um ihre Finanzierung. Sogar Unternehmen mit schwacher Kreditwürdigkeit empfänden diese nicht als Hemmnis. rtr

Razzia wegen Anlagebetrugs

Düsseldorf -Mit Großrazzien in mehreren Bundesländern sind Polizei und Staatsanwaltschaft gegen drei mutmaßliche Anlagebetrüger vorgegangen, die Investoren mit hohen Renditeversprecher geködert haben sollen. Drei Männer seien unter dem Verdacht des Betrugs in einem besonders schweren Fall verhaftet worden, teilten die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und das Landeskriminalamt NRW am Dienstag mit. Sie sollen rund 4000 Anleger um etwa 100 Millionen Euro geschädigt haben. rtr

Steuerabkommen kostet Milliarden

Zürich - Die mit Deutschland und Großbritannien ausgehandelten Steuerabkommen werden bei den Schweizer Banken einer Studie zufolge tiefe Bremsspuren hinterlassen. In den nächsten zwei Jahren dürften rund 47 Milliarden Franken an Vermögen aus der Schweiz abfließen, wie die Strategieberatungsfirma Booz schätzt. Die Summe setze sich aus Vermögensabzügen und Steuerzahlungen zusammen, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. rtr

Schifffahrt-Branche will zahlen

Durban - Die internationale Schifffahrt-Branche hat eine Abgabe auf die klimaschädlichen Kohlenstoffdioxid-Emissionen von Handelsschiffen angeregt. Das Geld solle vor allem armen Staaten bei ihrem Kampf gegen den Klimawandel zugute kommen, erklärten der Schifffahrt-Verband ICS, die Umweltorganisation WWF und die Hilfsorganisation Oxfam gemeinsam anlässlich der UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban. Transportschiffe sind für etwa drei Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. AFP

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