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Deutsche gehen selten ins Netz



Berlin - Die Mehrheit der Deutschen ist noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen. Obwohl drei Viertel inzwischen über einen Internetzugang verfügen, nutzen die meisten das Internet nur selten und sind nicht souverän im Umgang mit den neuen Medien. Dies ist das Ergebnis einer am Donnerstag vorgestellten Studie. Die Medienkompetenz hat sich damit nur um einen Prozentpunkt gegenüber 2010 verbessert. „Die digitale Gesellschaft stagniert“, sagte Robert A. Wieland, Geschäftsführer von TNS Infratest, das die Studie erstellte. Besonders ältere Menschen, Frauen und Nicht-Berufstätige gehörten zu den „digital wenig Erreichten“. aso

Pharmabranche fordert Umdenken

Berlin - Der Verband forschender Arzneimittelhersteller vfa hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, Wissenschafts- und Wirtschaftspolitik besser zu verzahnen. „Derzeit haben wir eine säulenartige Politik“, kritisierte der neue Vorstandsvorsitzende des Verbands, Hagen Pfundner. Auch Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer forderte eine „strukturiertere Koordination“ der Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheit. Pfundner, Chef von Roche Deutschland, übernahm am Donnerstag den Verbandsvorsitz von Bayer-Vorstandsmitglied Wolfgang Plischke, der nach vier Jahren Amtszeit nicht mehr antrat. jmi

US-Industrie wächst

New York/Washington - Die US-Industrie hat im November an Fahrt zugelegt. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg von 50,8 Punkten im Vormonat auf 52,7 Punkte, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Donnerstag mitteilte. Experten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 51,5 Punkte gerechnet. Ab Werten von 50 Punkten wird Wachstum signalisiert. Auch die Bauausgaben in den USA sind im Oktober überraschend kräftig gestiegen. Das Handelsministerium in Washington wies am Donnerstag ein Plus zum Vormonat von 0,8 Prozent aus. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. rtr

Verdi fordert viel für Lufthanseaten

Frankfurt am Main - Mit einer Forderung nach 6,1 Prozent mehr Geld geht die Gewerkschaft Verdi in die Tarifverhandlungen für große Teile des Lufthansa-Personals. Die Beschäftigten hätten in der letzten Tarifrunde auf eine Gehaltssteigerung verzichten müssen, erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle nach einer Sitzung der Tarifkommission. Behle lehnte die von Lufthansa-Chef Christoph Franz ins Spiel gebrachte Arbeitszeitverlängerung strikt ab. Es sei deutlich erkennbar, dass es dem Vorstand allein um Profitmaximierung gehe. Verdi vertritt nach eigenen Angaben rund 50 000 von zuletzt 120 000 Lufthansa-Beschäftigten. dpa

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