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Bürojobs: Mehr als jeder Zehnte arbeitet über elf Stunden am Tag

Deutsche Büroangestellte leisten laut einer Studie häufiger Überstunden als ihre Kollegen in anderen Ländern. Demnach sitzen 13 Prozent der Befragten in Deutschland jeden Tag mehr als elf Stunden im Büro – im globalen Schnitt sind es etwa zehn Prozent. Das ergab eine Befragung des Bürodienstleisters Regus. Ganz vorn steht Brasilien (17 Prozent) vor Japan. Deutschland folgt nach Südafrika und Frankreich auf Platz fünf – noch vor den USA. Mitarbeiter, die im „Home Office“ (Heimbüro) arbeiten, sind im Schnitt länger beschäftigt, profitieren also nicht von der wegfallenden Anfahrt, folgert Regus. So arbeiten in Deutschland 18 Prozent der Heimarbeiter täglich mehr als elf Stunden. Regus befragte rund 12 000 Mitarbeiter weltweit, davon etwa 1000 in Deutschland.dpa

In Rente gehen: Ältere wollen

kein festes Eintrittsalter

Drei von vier Arbeitnehmern über 50 wollen sich einer Studie zufolge nicht vorschreiben lassen, mit 67 Jahren in Rente gehen zu müssen. Sie wollen womöglich länger arbeiten, wie die Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe in dieser Woche berichteten. Sie nahmen damit Bezug auf die Studie „Vielfalt des Alterns“, die vom Institut für neue soziale Antworten (Insa) erstellt wurde. Befragt wurden 3000 Bundesbürger aller Altersklassen. Große Unternehmen wie RWE und dm hätten die Untersuchung finanziert. Zwei Drittel der Befragten lehne laut Insa die Rente mit 67 ab. Drei von vier Älteren aber forderten, dass ein Verbleib im Betrieb bis zum Alter von 69 Jahren möglich sein sollte. dapd

Diensthandy: Privatgespräche können den Job kosten

Arbeitnehmer riskieren ihren Job, wenn sie trotz eines Verbots vom Diensthandy aus private Gespräche führen. Das ergibt sich aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz (Aktenzeichen: 2 K 405/11.KO). Darauf weist die Deutsche Anwaltauskunft hin. Eine Zeitsoldatin hatte von der Bundeswehr ein Diensthandy bekommen. Das Telefon nutzte sie in mehr als 100 Fällen für private Gespräche. Und das, obwohl ihr dies per schriftlicher Dienstanweisung ausdrücklich untersagt worden war. Zum Ersatz der Kosten für die Privatgespräche zahlte die Soldatin knapp 800 Euro. Ein gegen sie eingeleitetes Strafverfahren stellte das Amtsgericht wegen Geringfügigkeit ein. Im November 2009 beantragte die Soldatin, Berufssoldatin zu werden. Die Bundeswehr lehnte ab. Sie sei nicht für eine Übernahme geeignet – trotz ihrer bisherigen sehr guten dienstlichen Leistungen. dpa

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