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Blue Card: Ausländische Fachleute können bald leichter einwandern



Fachkräfte aus Ländern außerhalb der Europäischen Union sollen künftig einfacher nach Deutschland einwandern können. Zum einen hat die Bundesregierung, die Einführung einer „Blue Card“ (Blaue Karte) beschlossen. Mit dieser können Ausländer in der Europäischen Union arbeiten, wenn sie ein Mindestgehalt von 44 000 Euro und einen Hochschulabschluss oder Vergleichbares nachweisen. In Berufen mit besonderem Fachkräfte-Mangel reicht sogar ein Einkommen von 33 000 Euro. Dies gilt etwa für Ingenieure, IT-Fachleute und Ärzte. Außerdem soll das bislang gültige Mindesteinkommen von 66 000 Euro pro Jahr auf 48 000 Euro sinken, wie das Innenministerium erklärte. Wer einen Job mit einem entsprechenden Gehalt nachweisen kann, erhält demnach ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht. Mit Blue Card wird es möglich sein, nach zwei Jahren ein Daueraufenthaltsrecht zu erhalten. AFP

Zeitarbeit: Forscher sagen ein Schrumpfen der Branche voraus

Leiharbeitsunternehmen müssen sich nach Prognosen von Arbeitsmarktforschern nach Jahren dynamischen Wachstums auf schwierigere Zeiten einstellen. „Die Branche ist seit 1994 jährlich im Schnitt um neun Prozent gewachsen. Derzeit gibt es deutliche Hinweise, dass die Grenzen des Wachstums erst einmal erreicht sind“, sagte der stellvertretende Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Ulrich Walwei, auf einer Tagung des Instituts in Nürnberg laut Mitteilung. Möglicherweise müsse sich die Branche in den kommenden Jahren sogar auf ein Schrumpfen einstellen. Das IAB-Institut ist die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit. Eine der Ursachen ist nach Einschätzung von Walweis die verbesserte Arbeitsmarktlage für Menschen, die auf Jobsuche sind. dpa

Weihnachtsgeld: Wer den Betrieb verlässt, verliert den Anspruch

Wer vor Weihnachten aus dem Unternehmen ausscheidet, geht beim Weihnachtsgeld leer aus. Das hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz laut einem am Donnerstag bekanntgewordenen Urteil entschieden. Danach gilt dies jedenfalls dann, wenn der Arbeitgeber mit der Zahlung in erster Linie die Treue der Beschäftigten zum Betrieb belohnen möchte (Aktenzeichen: 6 Sa 115/11). Das Gericht wies darauf hin, dass der Arbeitgeber das Weihnachtsgeld jahrelang im November gezahlt habe. Da 2010 zu diesem Zeitpunkt kein Arbeitsvertrag mehr zwischen ihm und dem Kläger bestanden habe, fehle die für den Anspruch notwendige Rechtsgrundlage. dpa

Neue Firma: Jüngere Arbeitnehmer wechseln häufiger den Arbeitsplatz

Junge Leute wechseln deutlich häufiger ihren Arbeitsplatz als ältere. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Rein rechnerisch treten demnach 15- bis 24-Jährige alle zwei Jahre eine neue Stelle an, während die Altersgruppe 50 plus dies nur noch alle sechs Jahre tut. Auch gut ausgebildete Arbeitnehmer sind wechselfreudiger. Bei Uni-Absolventen ist die Wechselwahrscheinlichkeit um fast ein Drittel höher als bei Arbeitnehmern mit abgeschlossener Berufsausbildung. Eine Ursache dafür ist laut IW, dass sich für Hochqualifizierte der Antritt einer neuen Stelle oft auch finanziell mehr lohne. Durchschnittlich wechseln die Deutschen alle drei bis vier Jahre ihren Arbeitsplatz. Dieser Wert ist laut IW seit Jahrzehnten konstant. dpa

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