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Bund will reparieren statt neu bauen

Berlin - Wegen der steigenden Reparaturkosten für Straßen und Schienen wird der Bund bis 2015 keine neuen Verkehrsprojekte auf den Weg bringen. Zwei Drittel der knapp 43 Milliarden Euro für Investitionen fließen bis dahin in die Sanierung der alternden Verkehrswege, teilte das Verkehrsministerium mit. Selbst für bereits im Bau befindliche Projekte fehlen fast zehn Milliarden Euro. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte, er wolle mit dem neuen Investitionsrahmenplan für mehr Transparenz sorgen und die Lage nicht wie seine Vorgänger beschönigen. „Die bisherige Planung war die Kategorie ,Wünsch dir was’.“ Er habe das Projektvolumen daher schon um 16 Milliarden Euro gekürzt. Klar sei, dass dennoch Geld fehle: „Die Pkw-Maut-Diskussion bleibt auf dem Tisch.“ rtr

Gericht stützt Leiharbeiter

Münster - Zeitarbeiter können die vollen Fahrtkosten zur Arbeit steuerlich absetzen und nicht nur 30 Cent pro Kilometer für die einfache Strecke. Das gelte auch bei einem monatelangen Aufenthalt an einem einzigen Arbeitsplatz, befand das Finanzgericht Münster in einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung (Az.: 13 K 456/10). Das zuständige Finanzamt hatte sich in dem Fall gesperrt, weil der Kläger mehr als ein Jahr lang bei dem selben Kunden der Leiharbeitsfirma tätig war. dpa

Amazon plant neue Logistikzentren

Berlin - Der Online-Händler Amazon baut in Deutschland zwei neue Logistikzentren. „Ab Januar werden wir in Koblenz und Pforzheim mit der Einstellung von Mitarbeitern aus der Region beginnen“, sagte Armin Cossmann, Leiter der deutschen Amazon-Logistikzentren. Pro Zentrum sollen 1000 langfristige Arbeitsplätze sowie bis zu 2000 saisonale Arbeitsplätze entstehen. Im dritten Quartal 2012 ist die Eröffnung der Zentren in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg geplant. Der weltgrößte Online-Einzelhändler unterhält bereits sechs Logistikzentren in Deutschland. dpa

Zoll zerschlägt Schmuggler-Bande

Frankfurt an der Oder/Koblenz - Fahnder haben einen international agierenden Ring von Zigarettenschmugglern zerschlagen. Die Bande steht im Verdacht, seit 2002 annähernd 230 Millionen Zigaretten aus Russland über Frankfurt an der Oder nach Deutschland geschmuggelt zu haben, wie das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte. Diese Menge entspricht dem Ladevolumen von 25 Lastwagen. Den Steuerschaden beziffert der Zoll auf mehr als 42 Millionen Euro. In einer groß angelegten Aktion wurden am Mittwoch und Donnerstag 35 Firmen und Wohnungen in Berlin, Brandenburg und im Raum Koblenz durchsucht. Dabei seien zehn Haftbefehle vollstreckt worden. dapd

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