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VW respektiert den Feierabend

Wolfsburg - Europas größter Autobauer Volkswagen lässt seine Beschäftigten künftig nach Feierabend in Ruhe: Eine halbe Stunde nach Arbeitsende werden die Weiterleitungen vom E-Mail-Server auf die Handys der Beschäftigten abgeschaltet, wie ein Unternehmenssprecher am Freitag sagte. Eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn am nächsten Tag werden die Server dann wieder eingeschaltet. Diese Regelung hat der Betriebsrat durchgesetzt, die entsprechende Betriebsvereinbarung ist dem Sprecher zufolge bereits in Kraft. Die Regelung gilt den Angaben zufolge für rund 1000 Mitarbeiter mit Tarifvertrag – nicht aber für Manager. AFP

Das Misstrauen der Banken steigt

Frankfurt am Main - Die „Vorsichtskasse“ der Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ist zum Wochenausklang stark gestiegen. Die eintägigen Einlagen kletterten am Freitag auf 347 Milliarden Euro und damit auf den höchsten Stand seit Mitte Juni 2010, wie aus Zahlen der EZB vom Freitag hervorgeht. Am Donnerstag hatten sie noch 82 Milliarden Euro niedriger bei 265 Milliarden Euro gelegen. Damit sind die „Übernacht-Einlagen“ nur noch knapp 40 Milliarden Euro von ihrem Höchststand entfernt, der im Sommer 2010 bei knapp 385 Milliarden Euro erreicht worden war. Die eintägigen Ausleihungen der Banken bei der EZB sanken zwar leicht von 7,5 Milliarden auf 6,3 Milliarden Euro. Das aktuelle Niveau ist aber deutlich höher als üblich. Die eintägigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB sind ein Indikator für das Misstrauen der Institute untereinander. dpa

Insiderhandel wird schärfer bestraft

New York - Nach einer Erhebung des „Wall Street Journal“ betrug das Strafmaß für erwiesenen Insiderhandel in den 1990er Jahren im Schnitt lediglich ein knappes Jahr, in den 2000ern kletterten die Gefängnisstrafen auf anderthalb Jahre. Mittlerweile sind daraus sogar zweieinhalb Jahre geworden. Die Zeitung gab an, dass es sich nicht um repräsentative Daten handelt, doch immerhin zeige die Auswertung von 108 Fällen einen Trend auf. Derzeit vergeht in den USA kaum eine Woche, in der kein Wirtschaftskrimineller überführt wird. So muss James Fleishman für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis, weil er Firmengeheimnisse amerikanischer Technologiekonzerne verkauft hat. Investoren nutzten das Wissen an der Börse – ein Fall von verbotenem Insiderhandel. Bernard Madoff wurde wegen seines milliardenschweren Schneeballsystems, das tausende Anleger um ihr Geld brachte, zu 150 Jahren Haft verurteilt. Raj Rajaratnam bekam im Oktober elf Jahre wegen Insiderhandels. Beide hatten Millionen mit ihren Geschäften gemacht. Die Erfolge sind einerseits auf das zunehmende Fachwissen der Ermittler zurückzuführen, aber auch die Richter sind heute eher gewillt, spürbare Strafen zu verhängen. dpa

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