NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Wirtschaftskrise weitet sich aus

Berlin - IWF-Chefin Christine Lagarde sieht die Weltwirtschaft in Gefahr und ruft die europäischen Staaten zur Geschlossenheit in der Schuldenkrise auf. „Die globale Wirtschaft ist in einer gefährlichen Lage“, sagte Lagarde der französischen Sonntagszeitung „Journal du Dimanche“. Um sich gegen die Krise zu wappnen, drückt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei der Euro-Rettung aufs Tempo. Schäuble sagte der „Bild-Zeitung“, er wolle für den permanenten Euro-Rettungsschirm ESM schnell eine hohe Schlagkraft erreichen – auch wenn Deutschlands Nettokreditaufnahme dafür im kommenden Jahr steigen könnte. Dass die Zeit drängt, zeigen neue Nachrichten aus Spanien. Die spanische Wirtschaft falle in die Rezession zurück, teilte die neue Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy am Montag mit. Wirtschaftsminister Luis de Guindos sagte, die Wirtschaftskraft des Landes werde sowohl im vierten Quartal 2011 als auch in den ersten drei Monaten 2012 schrumpfen. dpa/rtr

Handel mit Weihnachten zufrieden

Berlin - Die guten Umsätze kurz vor Weihnachten und der Trend zum Geschenkekauf per Mausklick haben dem Einzelhandel das Weihnachtsgeschäft versüßt. Der Handelsverband Deutschland (HDE) ist zuversichtlich, dass die Umsätze leicht über denen des Vorjahres liegen könnten, obwohl das Geschäft zunächst nur schleppend verlaufen war. Die Menschen hätten die meisten Geschenke erst kurz vor Heiligabend gekauft, sagte HDE-Geschäftsführer Kai Falk am Montag. Zudem seien noch nie so viele Geschenke im Internet bestellt worden wie in diesem Jahr. Der HDE rechnet beim Onlineumsatz nach Falks Angaben mit einem Wachstum von zehn Prozent. dpa

Freizügigkeit wird kaum genutzt

Nürnberg - Nach der Ausweitung der Freizügigkeit auf acht osteuropäische EU-Länder im Mai 2011 sind nur etwa 55 000 zusätzliche Arbeitnehmer nach Deutschland gekommen. „Das sind wesentlich weniger als befürchtet – und es sind viel weniger, als wir brauchen“, resümierte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, mit Blick auf den Fachkräftemangel. Dafür gebe es drei Gründe: Zum einen seien für Auswanderer Länder attraktiver, die ihnen schon länger die Möglichkeit gewährten, dort zu arbeiten. Zum anderen sei die deutsche Sprache eine hohe Hürde. „Und das dritte ist die Willkommenskultur“, sagte Weise. Es sei naiv zu glauben, dass sich auf eine europaweite Stellenausschreibung automatisch viele Arbeitnehmer aus dem Ausland bewerben würden. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben