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Immer mehr Frührentner

Berlin - Fast die Hälfte der Deutschen, die in Rente gehen, tun dies früher als gesetzlich vorgeschrieben. Die Quote der Frührentner stieg im Jahr 2010 auf 47,5 Prozent, wie aus Statistiken der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht. Demnach mussten 320 000 der 674 000 Versicherten, die erstmals eine Altersrente bezogen, Abschläge von monatlich durchschnittlich 113 Euro in Kauf nehmen, weil sie nicht bis zum 65. Lebensjahr arbeiteten. Bei den Männern sank der Anteil der Frührentner in den vergangenen Jahren um drei Prozent. Dagegen gingen deutlich mehr Frauen früher in Rente: 2007 waren es noch 45,5 Prozent, im letzten Jahr 51 Prozent. dapd

Preise steigen schwächer

Berlin - In Deutschland zeichnet sich ein deutlicher Rückgang der Inflation ab. In Nordrhein-Westfalen stiegen die Preise im Dezember nur noch um 1,7 Prozent, weil sich langjährige Preistreiber wie Benzin, Heizöl und Lebensmittel am Jahresende nur noch geringfügig verteuerten. Für das gesamte Bundesgebiet wird im Dezember ein Rückgang auf 2,2 Prozent erwartet. Damit würde die Inflationsrate den dritten Monat in Folge seit dem im September erreichten Drei-Jahres-Hoch von 2,6 Prozent fallen. 2012 wird die Teuerungsrate wahrscheinlich weniger als zwei Prozent betragen. rtr

Samsung und Sharp müssen büßen

New York/Tallahassee - Weil sie sich abgesprochen und überhöhte Preise für Flachbildschirme haben sollen, müssen sieben Firmen in den USA mehr als eine halbe Milliarde Dollar bezahlen. Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich unter anderem Samsung und Sharp dazu verpflichtet, 14 Millionen Dollar Strafe zu zahlen und zudem 538 Millionen Dollar Entschädigung für Kunden, die zwischen 1999 bis 2006 Notebooks oder Monitore gekauft hatten. Wegen der gleichen Vorwürfe hatte die EU-Kommission 2010 gegen mehrere Firmen bereits ein Bußgeld von 649 Millionen Euro verhängt. dpa

Grünes Licht für Gaspipeline

Moskau - Die Türkei hat am Mittwoch den Bau der russischen Gaspipeline South Stream durch ihre Hoheitsgewässer im Schwarzen Meer genehmigt. Die Zustimmung gilt als wichtiger Schritt bei dem Milliardenprojekt, das in Konkurrenz zu dem von der EU unterstützten Vorhaben Nabucco steht. Im Gegenzug sicherte Russland der Türkei Gaslieferungen bis 2025 zu. Die Fertigstellung der Pipeline ist für das Jahr 2015 geplant. Parallel erklärte Gazprom, wie die Agentur Ria Nowosti meldet, einen Ausbau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream zwischen Russland und Deutschland zu prüfen. dpa

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