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Ältere bleiben länger arbeitslos

Insgesamt haben Ältere zwar ein geringeres Risiko als der Durchschnitt, arbeitslos zu werden, bleiben nach einer Einschätzung der Bundesagentur (BA) im Fall der Fälle aber etwas länger ohne Job. „Die Arbeitslosigkeit der über 50-Jährigen dauert 15 Wochen länger als die der unter 50-Jährigen“, erklärte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt. Auch ist ihr Bestand an den Arbeitslosen insgesamt noch immer sehr hoch: Im November waren BA-Daten zufolge von 2,7 Millionen Arbeitslosen knapp 866 000 zwischen 50 und 64 Jahre alt und damit fast 32 Prozent. Gleichzeitig macht diese Altersgruppe nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2010 aber nur 20 Prozent der Bevölkerung und 27 Prozent der Erwerbstätigen aus. dapd

Pausen helfen gegen Burn-out

Berufstätige sollten darauf achten, in ihren Alltag kleine Auszeiten einzubauen. Das könne ein Spaziergang um den Block in der Mittagspause sein oder ein Wochenende ganz ohne Termine, sagt Johannes Siegrist, Professor am Institut für Medizinische Soziologie am Uniklinikum Düsseldorf, in der Zeitschrift „Apotheken Umschau“. Denn die Herausforderungen des Arbeitsalltags ließen sich nur bewältigen, wenn dem Körper immer wieder Phasen der Entspannung gegönnt werden. Fehlten solche Zeiten, sei der Berufstätige schneller überfordert und brenne irgendwann sogar aus. dpa

Teilzeit früh genug ankündigen

Der Wunsch, in Teilzeit zu arbeiten, muss vom Arbeitnehmer drei Monate vorher angekündigt werden. Erst nach dem Ablauf dieser Zeit hat er einen Anspruch auf Teilzeitarbeit. Ist das geschehen, kann der Arbeitgeber den Wunsch nach Teilzeit nicht deshalb ablehnen, weil in dem Betrieb nach einem Schichtmodell gearbeitet wird. Auf eine entsprechende Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein (Aktenzeichen 3 SaGa 14/10) macht die Deutsche Anwaltauskunft aufmerksam. Die Richter entschieden, dass ein Arbeitgeber den Wunsch nach Teilzeit nur dann ablehnen darf, wenn er anhand konkreter Umstände belegen kann, dass die Teilzeitarbeit aufgrund des Schichtmodells nicht möglich ist. dpa

Für den Job sind viele erreichbar

Fast zwei Drittel der Berufstätigen (71 Prozent), die zwischen Weihnachten und Neujahr freihaben, sind einer Umfrage zufolge trotzdem beruflich erreichbar. Davon gaben 68 Prozent an, Arbeitgeber oder Kollegen bei Bedarf telefonisch zur Verfügung zu stehen, 43 Prozent beantworten nach eigenen Angaben sogar Mails. Das hat eine Studie des Marktforschungsinstituts Aris ergeben, die der IT-Branchenverband Bitkom in Auftrag gegeben hat. Befragt wurden 1002 Personen ab 14 Jahren, darunter 544 Berufstätige. Grundgesamtheit sind 395 Arbeitnehmer, die zwischen den Feiertagen Urlaub haben. dpa

Perfektionismus kostet zu viel Zeit

Arbeitnehmer versuchen besser nicht, ihre Aufgaben immer perfekt zu erledigen. „Perfektionismus kostet einfach viel zu viel Zeit“, warnt der Karriereberater Martin-Niels Däfler aus Heigenbrücken. Denn um eine Aufgabe zu 100 Prozent zu machen, sei viel Kleinarbeit nötig. Häufig sei das Ergebnis aber auch schon okay, wenn die Aufgabe nur zu 80 Prozent erledigt wurde. „Der Zeitaufwand für die restlichen 20 Prozent steht oft in keinem Verhältnis zum Ergebnis.“ Er rät Personen mit einem Hang zum Perfektionismus, sich immer wieder zu hinterfragen: „Macht es Sinn, die Aufgabe nun noch perfekter zu erledigen oder reicht das Ergebnis, das ich habe, bereits aus?“ dpa

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