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Gesamtmetall gegen höhere Löhne



Berlin - Die rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie können sich trotz günstiger Konjunkturprognosen nach dem Willen der Arbeitgeber auf keine dauerhaften Lohnzuwächse einstellen. „Die Reallöhne in unserer Industrie sind trotz zurückliegender Krise gestiegen, zumindest gehalten worden. Jetzt einen Nachholbedarf zu konstruieren, ist objektiv falsch und unfair“, sagte Martin Kannegiesser, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, dem „Spiegel“. Anstatt einer Lohnerhöhung solle es Einmalzahlungen geben. Seine Branche habe im Jahr 2009 einen tiefen Absturz erlebt, einige Unternehmen hätten mit Auftragseinbrüchen von bis zu 50 Prozent zu kämpfen gehabt, sagte Kannegiesser. „Wir haben damals mit der Gewerkschaft ganz auf Beschäftigungssicherung gesetzt. Und die war teuer.“ Für das Jahr 2012 müsse eine Verstetigung der Lohnentwicklung stattfinden. rtr

Südkorea erwartet sinkenden Export

Seoul - Angesichts der Eurokrise und weltweiter wirtschaftlicher Turbulenzen erwartet die südkoreanische Regierung im neuen Jahr eine deutlich nachlassende Exportdynamik. Auch werde es 2012 einen geringeren Außenhandelsüberschuss geben, prognostizierte das Wirtschaftsministerium in Seoul am Sonntag. „2012 wird ein Jahr sein, in dem es zu erheblichen Schwankungen im weltweiten Handel kommen wird.“ Im gerade abgelaufenen Jahr habe das Land ein Handelsplus von 33,3 Milliarden Dollar (25,7 Milliarden Euro) verzeichnet. Die Exporte seien um 19,6 Prozent auf 557,8 Milliarden Dollar und die Importe um 23,3 Prozent auf 524,5 Milliarden Dollar gestiegen. Das Handelsvolumen des exportabhängigen Landes hatte Anfang Dezember erstmals die Schwelle von einer Billion Dollar überschritten. 2012 werde der Überschuss voraussichtlich auf 25 Milliarden Dollar zurückgehen, hieß es. dpa

EU prüft Ungarns Notenbank-Gesetz

Brüssel - Die EU-Kommission überprüft die neuen ungarischen Gesetze zur Einschränkung der Unabhängigkeit der heimischen Nationalbank. „Wir werden den rechtlichen Anwendungsbereich der neuen Gesetze beurteilen“, erklärte ein Sprecher der Behörde in Brüssel. In den zurückliegenden Tagen habe die Kommission gegenüber Budapest nochmals ihre Bedenken bekräftigt. Brüssel sei auch weiter bereit, Ungarn bei der vollen Umsetzung von EU-Recht zu helfen. Das ungarische Parlament hatte am Freitag mit den Stimmen der rechts-konservativen Regierungsmehrheit die Gesetze angenommen. Ein neuer Verfassungszusatz ermöglicht es, die Notenbank jederzeit mit der Finanzmarktaufsicht zu fusionieren. Laut Kritikern könnte damit Nationalbank-Chef Andras Simor entmachtet werden. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatte bereits vor Weihnachten dem Ministerpräsidenten Viktor Orban seine Bedenken mitgeteilt. dpa

Stada kauft nicht bei Grünenthal

Frankfurt am Main - Der Pharmakonzern Stada ist vom Kauf eines Marken- Portfolios des Konkurrenten Grünenthal für Mitteleuropa zurückgetreten. Stada teilte am Neujahrstag mit, das vertragliche Rücktrittsrecht sei ausgeübt worden, nachdem die Kartellbehörden der Transaktion nicht zugestimmt hätten. Damit reduziere sich der gesamte Kaufpreis der Grünenthal-Aktivitäten, zu denen nun noch Marken und Vertriebsstrukturen für Osteuropa und den Nahen Osten gehören, von 360 auf 152 Millionen Euro. Im Mai hatte Stada angekündigt, das Arzneimittelpaket mit 14 Präparaten vom Rivalen Grünenthal zu erwerben. Die Eigen- und Lizenzmarken, darunter vor allem patentfreie Schmerzmittel, würden in vielen Märkten Mittel- und Osteuropas sowie im Nahen Osten vertrieben. rtr

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