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Teure Gesundheitsbürokratie

Hamburg - Im deutschen Gesundheitssystem fallen deutlich mehr Verwaltungskosten an, als bisher vermutet. Einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney zufolge sind 23 Prozent der 176 Milliarden Euro Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung 2010 bürokratischen Abläufen geschuldet, schreibt der „Spiegel“. In der Industrie liege dieser Anteil bei nur 6,1 Prozent. Durch schlankere Strukturen ließe sich der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung von derzeit 15,5 auf 14,2 Prozent senken, so die Studie. Die Krankenkassen verursachten auch bei Apotheken, Arztpraxen oder Krankenhäusern Bürokratie. Neben den offiziellen angegebenen Verwaltungskosten in Höhe von 9,5 Milliarden Euro kämen deshalb noch weitere 18 Milliarden Euro hinzu, die bisher nirgendwo veranschlagt seien. dpa

Arbeitgeber für Pflichtvorsorge

Berlin - Die CSU erntet mit ihrem Vorstoß für eine verpflichtende Altersvorsorge für Selbstständige Zuspruch im Arbeitgeberlager. „Diese Überlegungen weisen in die richtige Richtung und sind pragmatisch umsetzbar“, sagte Alexander Gunkel, Hauptgeschäftsführungsmitglied der Arbeitgeber-Bundesvereinigung BDA, dem „Handelsblatt“. Wichtig sei vor allem, dass Selbstständige danach eine Wahl zwischen privater Vorsorge und gesetzlicher Rente behalten sollten, betonte Gunkel, der auch Vorstandschef der Deutschen Rentenversicherung ist. Sozialverbände, Gewerkschaften und auch Sozialpolitiker der CDU/CSU wollen Selbstständige verpflichtend in die gesetzliche Rentenversicherung aufnehmen. HB

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