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Lufthansa sieht höhere Preise



Frankfurt am Main - Die Lufthansa stimmt ihre Kunden wegen steigender Kosten für den Klimaschutz auf höhere Ticketpreise in Europa ein. Aktuell sei zwar keine Erhöhung des Kerosinzuschlags geplant, teilte Deutschlands größte Fluggesellschaft am Montag in Frankfurt mit. Die Kosten für den Erwerb von CO2-Zertifikaten, mit denen Unternehmen sich das Recht zum Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids erkaufen, will die Lufthansa jedoch in den Kerosinzuschlag einrechnen. Mit Beginn des neuen Jahres sind alle Fluggesellschaften verpflichtet, für Flüge von und nach Europa, solche Emissionsrechte nachzuweisen. Auf Basis der durchschnittlichen Preisentwicklung für die Zertifikate rechnet die Fluggesellschaft mit Zusatzbelastungen von voraussichtlich 130 Millionen Euro für das Jahr 2012.dpa

Banken voller Misstrauen

Frankfurt am Main - Die Banken parken weiter ihr Geld lieber bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB über Nacht sind zu Jahresbeginn zwar gesunken, liegen aber weiter auf sehr hohem Niveau. Sie beliefen sich am Montag auf 413,9 Milliarden Euro, wie die EZB mitteilte. Am Freitag hatte der Wert noch bei 445,7 Milliarden Euro gelegen – dem höchsten Wert seit zwei Jahren. Die eintägigen Ausleihungen und Einlagen der Banken bei der EZB sind ein Gradmesser für das Misstrauen der Institute untereinander. Normalerweise meiden die Institute die Möglichkeit, kurzfristig Geld bei der Notenbank auszuleihen oder anzulegen, weil die Konditionen ungünstig sind.dpa

Mühlen mahlen Rekordmenge

Bonn - Die deutsche Mühlenbranche hat im vergangenen Jahr einen Mahlrekord erzielt. Nie sei insgesamt mehr Weizen und Roggen zu Mehl verarbeitet worden wie im Wirtschaftsjahr 2010/2011, teilte der Verband Deutscher Mühlen (VDM) am Montag in Bonn mit. 89 Prozent des verarbeiteten Getreides entfielen demnach auf Weizen, elf Prozent auf Roggen. Die Weizenvermahlung erreichte mit 7,13 Millionen Tonnen Rekordniveau. Roggen lag bei 0,85 Millionen Tonnen – Tendenz fallend. dpa

Weniger Firmeninsolvenzen

Berlin - Die Zahl der Insolvenzen ist in Berlin wieder rückläufig. Im vergangenen Jahr seien 1380 Unternehmen in der Hauptstadt pleitegegangen, teilte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform Berlin am Montag mit. Das waren 14,9 Prozent weniger als im Jahr 2010, damals mussten 1620 Firmen Insolvenz anmelden. Einen Rückgang gab es auch bei den Privatinsolvenzen. Die Zahl der betroffenen Berliner verringerte sich gegenüber 2010 aber nur leicht von 6410 auf 6160 (minus 3,9 Prozent). Trotz der guten Arbeitsmarktlage liege die Zahl damit weiterhin auf einem hohen Niveau, hieß es. dapd

Käfigeier sind immer noch im Handel

Hamburg - Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten hat eine klare Kennzeichnung von Eiprodukten in Deutschlands Supermärkten gefordert. Seit dem Jahreswechsel seien Eier von Käfighühnern verboten, doch in den Regalen lägen immer noch „stapelweise“ Nudeln, Fertigprodukte, Kuchen und Kekse mit „illegal produzierten Käfigeiern“, erklärte die Organisation am Montag. Der Verbraucher müsse aber sicher sein können, keine Produkte aus Legebatterien kaufen zu können. Daher müsse die Herkunft der Eier deutlich deklariert sein. Seit dem 1. Januar ist die Käfighaltung von Legehennen in allen EU-Ländern an sich verboten. Zahlreiche EU-Staaten haben die Regelung allerdings noch nicht umgesetzt. AFP

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