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Bahn will altersgerechte Jobs

Berlin - Wer bei der Deutschen Bahn arbeitet, soll in Zukunft eine Tätigkeit ausüben können, die besser mit Alter und Familiensituation vereinbar ist. Das fordert die Eisenbahn-Gewerkschaft EVG, die am Montag erstmals mit dem Staatskonzern über einen entsprechenden Zukunftstarifvertrag verhandelte. Vor allem geeignete Jobs für über 50-Jährige sind dabei ein Thema – die Arbeitnehmer sollen bis zur Altersgrenze arbeiten können, notfalls in einem anderen Beruf. Gleisbauer, die nicht mehr in ihrem Job arbeiten könnten, sollten etwa in den Service wechseln, heißt es im Arbeitnehmerlager. Auch soll es flexiblere Übergänge in die Rente geben. Die Bahn teilt viele der Ziele „Das ist kein einfacher Weg. Aber es lohnt sich“, sagte Personalvorstand Ulrich Weber. Laut EVG ist ein großer Teil der 190 000 deutschen Bahn-Beschäftigten älter als 50. brö

Statoil entdeckt großes Ölfeld

Oslo - Der norwegische Ölkonzern Statoil hat am Montag die Entdeckung eines größeren Ölfelds in der Barentssee verkündet. Das Havis genannte Feld ist demnach der Zwilling des im April 2011 entdeckten Skrugard-Feldes. Beide liegen nur etwa sieben Kilometer auseinander, sind aber nicht miteinander verbunden. Zusammen könnten sie Statoil zufolge zwischen 400 und 600 Millionen Barrel Öl enthalten. Im Vergleich zu norwegischen Ölfeldern wie dem 1974 in der Nordsee entdeckten Statfjord mit etwa 3,6 Milliarden Barreln Öl ist das Ausmaß der beiden Zwillingsfelder bescheiden. Für das Land sind sie jedoch ein Hinweis auf mögliche weitere Vorkommen von Erdöl und Gas in der Arktis. Norwegen ist einer der größten Produzenten aus Förderanlagen auf hoher See.AFP

EU macht Ungarn Ärger

Brüssel - Neben dem Streit über die jüngsten Verfassungsänderungen hat Ungarn nun noch mehr Ärger mit der EU-Kommission. Die EU-Behörde forderte die Regierung in Budapest am Montag auf, illegale Staatsbeihilfen für die Fluggesellschaft Malev zurückzufordern. Der Staat habe das Luftfahrtunternehmen zwischen 2007 und 2010 mit Finanzierungen zu günstigeren als den marktüblichen Konditionen versorgt, erklärte die Kommission. Damit sei eine Beihilfe geleistet worden, jedoch ohne strikte Auflagen zum Ausgleich der Bevorzugung von Malev gegenüber Konkurrenten. Die Kommission beanstandete insgesamt umgerechnet rund 280 Millionen Euro, die die Airline über Kredite, Kapitalerhöhungen oder die Stundung von Steuern und Sozialabgaben erhielt. Die ungarischen Behörden müssen nun festlegen, wie hoch davon der Beihilfeanteil ist, der zurückgezahlt werden muss. rtr

Stahlhersteller beschweren sich

Brüssel - Europäische Stahlhersteller haben am Montag Beschwerde über mutmaßliche Subventionen für die chinesischen Konkurrenten eingereicht. Der Branchenverband Eurofer erklärte, er habe der EU-Kommission am Freitag belegt, dass der Anstieg der chinesischen Importe von auf dem Bau gebrauchten Blechen in die EU auf „massive Subventionierung“ zurückgehe, diese Erfolge seien „nicht das Ergebnis freier Marktkräfte“ und China unterstütze „praktisch jeden Bereich ihrer Stahlindustrie“. AFP

Zahl der Privatversicherten steigt

Berlin - Die privaten Krankenversicherer haben einem „Spiegel“-Bericht widersprochen, wonach es immer mehr privat Versicherte zurück zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zieht. Wer Bewegungen in eine Richtung beschreibe, dürfe die in die andere Richtung nicht verschweigen, sagte der Direktor des Verbands der Privatversicherer, Volker Leienbach. Insgesamt wechselten jedes Jahr deutlich mehr Menschen aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung (PKV) als umgekehrt. „Der Saldo zugunsten der PKV war immer eindeutig positiv“. So habe die Zahl der Übertritte zur PKV im Jahr 2010 bei 227 700 gelegen, die der Abgänge zur GKV aber bei nur 153 200. Bis Mitte 2011 erhöhte sich die Zahl der Privatversicherten um weitere 54 000 auf 8,95 Millionen. Zudem sei der Wechsel von der PKV zur GKV oft durch gesetzliche Vorgaben veranlasst, der von der GKV zur PKV aber „stets komplett freiwillig“. raw

Manroland erhält Unterstützung

Offenbach - Der insolvente Druckmaschinenhersteller Manroland hat millionenschwere Aufträge aus China erhalten. Für in Offenbach produzierte Bogendruckmaschinen seien drei Großaufträge eingegangen, berichtete das Unternehmen am Montag. Der Wert der Aufträge liege zusammen im unteren zweistelligen Millionenbereich. Die Manroland AG mit weltweit rund 6500 Mitarbeitern hatte Ende November 2011 Insolvenz angemeldet, nachdem die Haupteigner Allianz und MAN dem verlustreichen Unternehmen den Geldhahn zugedreht hatten. Nun sind die beiden Alteigentümer offenbar zu millionenschweren Zugeständnissen bereit. Sie haben sich nach Informationen der IG Metall vom Montag verpflichtet, mit einem Sockelbetrag von 24 Millionen Euro künftige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften zu unterstützen. dpa

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