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Eon investiert in Brasilien

Düsseldorf - Das neue Zugpferd im Eon-Konzern heißt Brasilien. Mit dem Aufbau eines Gemeinschaftsunternehmens in dem flächen- und bevölkerungsmäßig fünftgrößten Land der Erde soll das schwächelnde Energiegeschäft des größten deutschen Stromkonzerns wieder angekurbelt werden. Gemeinsam mit dem brasilianischen Versorger MPX werde Eon ein Joint Venture gründen, das Projekte zur Stromerzeugung in Brasilien und Chile mit einer Gesamtkapazität von 20 000 Megawatt weiterverfolgen und Handelsaktivitäten aufbauen soll, teilten Eon und MPX am Mittwoch mit. Eon werde sich zudem mit zehn Prozent an MPX beteiligen und rund 350 Millionen Euro investieren. dpa

Kunden sollen im Vorbeigehen zahlen

Frankfurt am Main - Mit dem neuen System Girogo, das gestern in Frankfurt vorgestellt wurde, will die deutsche Kreditwirtschaft das Bezahlen von Einkäufen bis 20 Euro einfacher machen. Beim sogenannten kontaktlosen Zahlen müssen Verbraucher nur ihre Girokarte vor ein Lesegerät halten und weder die Geheimzahl eingeben noch unterschreiben. In einer Pilotphase geben die Sparkassen und Genossenschaftsbanken im Raum Hannover ab April 1,3 Millionen Kontaktlos-Karten aus. Ab August sollen dann alle Sparkassenkunden nach und nach die neuen Karten bekommen. cne

NRW baut Antibiotika-Datenbank auf Essen - Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen eine Datenbank über den Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast eingerichtet. Tierärzte und Landwirte sollen dort eingeben, wann und wie viele Antibiotika verabreicht werden, sagte Verbraucherminister Johannes Remmel (Grüne) am Mittwoch. Die Eingabe sei „zunächst freiwillig, bis die Bundesregierung den notwendigen Rechtsrahmen schafft“. Das Bundeslandwirtschaftsministerium kritisierte die Datenbank als „reine Symbolpolitik“. dapd

Ärzte warnen vor leeren Kassen

Berlin - Angesichts drohender Finanzprobleme der Krankenkassen haben die deutschen Ärzte sowohl Regierung als auch Opposition leere Versprechen einer soliden Finanzierung vorgeworfen. Die schwarz-gelbe Gesundheitsreform mit Zusatzbeiträgen ohne Obergrenze reicht aus Sicht der Bundesärztekammer bei weitem nicht aus, wie ihr Präsident Frank Ulrich Montgomery am Mittwoch deutlich machte. Weitere Konzepte gebe es bei den Regierungsparteien nicht. Kassen wie Branchenführer Barmer GEK hatten bereits gewarnt, dass der Gesundheitsfonds – die Geldsammelstelle der Kassen – schon 2013 die Ausgaben voraussichtlich nicht mehr völlig abdecken könne. Zuletzt hatte es einen Überschuss von 3,9 Milliarden Euro gegeben. dpa

Online-Einkauf soll einfacher werden Brüssel - Europäer sollen im Internet einfacher und sicherer einkaufen können. Das sieht ein Aktionsplan vor, den die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel vorstellte. „Lieferungen über Landesgrenzen hinweg sind oft noch viel zu teuer und entsprechen nicht den Bedürfnissen der Verbraucher“, bemängelte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. Er will deshalb den elektronischen Zahlungsverkehr EU-weit einheitlich gestalten. Das würde beispielsweise bedeuten, dass Bankkarten überall zum Bezahlen einsetzbar sind. Dies ist bisher noch nicht immer der Fall. Nach dem Willen Barniers soll sich der Anteil der Online-Verkäufe an der EU-Wirtschaftsleistung bis 2015 verdoppeln. Derzeit liegt er bei etwa drei Prozent und ist damit noch vergleichsweise bescheiden. dpa

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