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Telekom-Prozess wird fortgesetzt

Frankfurt/Main - Die juristische Schlacht um den umstrittenen dritten Börsengang der Deutschen Telekom AG geht in der kommenden Woche weiter. Vor der mündlichen Verhandlung vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main am kommenden Mittwoch (25. Januar) zeigten sich die Anwälte des Musterklägers zuversichtlich, doch noch eine Verurteilung des Ex-Staatskonzerns erreichen zu können. Grund seien Erweiterungen der vom Gericht zwingend zu behandelnden Rechtsfragen, erklärte Rechtsanwalt Andreas Tilp am Freitag. Vor dem OLG geht es in einem Musterprozess um die Klagen von rund 17 000 enttäuschten Kleinanlegern, die für erlittene Kursverluste rund 80 Millionen Euro Schadensersatz verlangen. dpa

Reallohn sinkt leicht

Berlin - Die hohe Inflation hat im vergangenen Jahr in zahlreichen Branchen in Deutschland die Lohn- und Gehaltserhöhungen komplett aufgefressen. Weil die Verbraucherpreise um durchschnittlich 2,3 Prozent gestiegen sind, sind die vereinbarten Tarifeinkommen im Schnitt real um 0,3 Prozent gesunken. Das teilte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler- Stiftung am Freitag in Düsseldorf mit. Zu dem Negativergebnis kam es, obwohl die Tarifabschlüsse 2011über denen im Vorjahr lagen. Insgesamt schlossen die Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) nach Angaben der Hans-Böckler-Stiftung im vergangenen Jahr Lohn- und Gehaltstarifverträge für rund 9,2 Millionen Beschäftigte ab. dbö

Bewegung bei Finanzsteuer

Berlin - Deutschland und Frankreich wollen Großbritannien doch noch für eine europaweite Börsensteuer gewinnen. Die Bundesregierung zeigte sich am Freitag gesprächsbereit für Alternativen, falls London die Einführung einer Transaktionssteuer in allen 27 EU-Staaten dauerhaft blockiert. Grundlage für einen Kompromiss könnte eine „Stempelsteuer“ sein, die in Großbritannien bei bestimmten Finanzgeschäften bereits gilt. Diese Idee hatte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ins Spiel gebracht. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte am Freitag, Röslers Vorschlag sei „ausgesprochen klug und vernünftig“. Am Montag wollen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und sein französischer Kollege Francois Baroin bei einem Treffen in Paris nach Lösungen suchen. dpa

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