NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Gerechter Lohn:

Minijobber

sollten die Tarife kennen

Vor der Annahme eines Minijobs sollten Arbeitnehmer sich über die tariflich vereinbarten Löhne informieren. „Denn Minijobber können den gleichen Tariflohn verlangen wie ein Arbeitnehmer in einer vergleichbaren sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit, wenn ein Tarifvertrag vereinbart ist“, sagte Helga Nielebock, Leiterin der Rechtsabteilung beim Deutschen Gewerkschaftsbund. Liegt der mit dem Arbeitgeber vereinbarte Lohn ein Drittel unter dem Tariflohn oder dem in der Branche üblicherweise gezahlten Gehalt, sei das sittenwidrig. In so einem Fall könne der Arbeitnehmer den Arbeitgeber verklagen. Nach einer in dieser Woche veröffentlichten Studien der Hans-Böckler-Stiftung haben im Jahr 2009 rund 90 Prozent der Minijobber Niedriglöhne bekommen. Den Tariflohn können Arbeitnehmer im Internet recherchieren (http://dpaq.de/2drAh). dpa

Erfolgsgarant: Haben auch Frauen im Vorstand das Sagen, läuft es besser

Mit Frauen in der Führungsetage wirtschaften Unternehmen erfolgreicher. Das ist das Kernergebnis einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young bei den 300 größten börsennotierten Unternehmen Europas, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Sie vergleicht die Jahre 2005 und 2010 und lässt den Schluss zu, dass – zumindest rein statistisch gesehen – Frauen an der Unternehmensspitze ein eindeutiger Erfolgsgarant sind. Demnach entwickelten sich die wichtigen Kennzahlen Umsatz, Gewinn, Mitarbeiterzahl und Börsenwert positiver als der Durchschnitt aller Unternehmen, wenn in den Führungsetagen sowohl 2005 als auch 2010 wenigstens eine Frau saß. dpa

Kürzer im Büro: Franzosen arbeiten 224 Stunden weniger als Deutsche

Frankreichs angestellte Vollzeitbeschäftigte liegen in Punkto Arbeitszeit im EU-Vergleich auf dem vorletzten Platz. Noch kürzere Arbeitszeiten haben nur die Finnen, am längsten arbeiten die Rumänen. Deutschland liegt im EU-Vergleich bei der Arbeitszeit der Angestellten auf Platz 15. Dies ergab eine kürzlich in Paris veröffentlichte Untersuchung des französischen Wirtschaftsforschungsinstituts Coe-Rexecode, das sich dabei auf Angaben des Statistikamts der EU, Eurostat, stützte. Der Vergleichsstudie zufolge arbeiteten die französischen Angestellten mit einem Vollzeitjob im Jahr 2010 im Durchschnitt 1679 Stunden. Das sind 224 Stunden weniger als die durchschnittliche Arbeitszeit deutscher Angestellter. AFP

Unseriöse Post: Bundesagentur warnt vor Job-Angeboten per Mail

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) warnt vor unseriösen Job-Angeboten per E-Mail. Internetnutzer erhielten seit einigen Tagen elektronische Post, in denen ihnen eine lukrative Stelle in Aussicht gestellt werde, teilte die Behörde am Donnerstag in Nürnberg mit. Als Ansprechpartner würden Firmen mit Sitz im Ausland genannt – die Absender seien aber nicht zu identifizieren. In den Schreiben wird behauptet, dass der Absender die persönliche E-Mail-Adresse von der Agentur für Arbeit erhalten habe, bei der der Empfänger registriert sei. Die BA hingegen betont, dass sie mit den Mails nichts zu tun habe. Die Absender wollten mit diesem Trick vermutlich an reale Nutzerdaten gelangen. Möglicherweise enthielten die E-Mails auch Viren oder Trojaner. Die Behörde rät daher, unaufgefordert erhaltene E-Mails, die eine Arbeit versprechen, ungelesen zu löschen. dpa

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