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Privatinsolvenz soll leichter werden



Berlin - Verbraucher, die Privatinsolvenz anmelden, sollen künftig schneller aus ihren Schulden herauskommen. So sieht es ein Gesetzentwurf vor, den das Bundesjustizministerium am Montag in Berlin vorgelegt hat. Schuldner könnten sich demnach schon nach drei statt bislang sechs Jahren von ihren Restschulden befreien lassen, wenn sie ein Viertel der Forderungen und die Verfahrenskosten bezahlt hätten. Wer lediglich die Verfahrenskosten vollständig zahlen kann, soll die Wohlverhaltensperiode auf fünf Jahre verkürzen können. cne

Havarie trifft auch Hannover Rück

Hannover - Der Untergang des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia trifft den weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück voraussichtlich ähnlich stark wie den Marktführer Munich Re. Allein die Belastung aus der Schiffskasko-Versicherung dürfte sich auf 30 Millionen Euro belaufen, teilte das im M-Dax notierte Unternehmen am Montag mit. Einschließlich der Haftpflichtansprüche könnte der Schaden für die Hannover Rück auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag klettern. Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hatte seine Belastung ebenfalls auf diese Höhe geschätzt. dpa

Kleine Flughäfen verlieren

Berlin - Vor allem kleine und mittlere deutsche Flughäfen haben im vergangenen Jahr mit stagnierenden oder rückläufigen Passagierzahlen zu kämpfen gehabt. Der Flughafenverband ADV führt das in einer Mitteilung vom Montag insbesondere auf die 2011 eingeführte Luftverkehrssteuer zurück. Ursprünglich habe der ADV für das vergangene Jahr mit einer Rekordmarke von insgesamt 200 Millionen Passagieren gerechnet. Mit 198,2 Millionen Fluggästen sei dieser Zielwert verfehlt worden. Im Vergleich zum Vorjahr habe der Zuwachs zwar noch bei fünf Prozent gelegen. Insgesamt hätten aber zwei Drittel der deutschen Flughäfen stagnierende oder rückläufige Zahlen gemeldet. dpa

Anwalt wird zum Beschuldigten

München - Zum Prozessauftakt gegen zwei angeklagte Aktionärsschützer durfte am Montag vor dem Landgericht München ein prominenter Verteidiger nicht teilnehmen, da die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelt. Die Strafverfolger gehen dem Verdacht nach, dass der Anwalt und Ex-Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) Harald Petersen gemeinsam mit seinem Mandanten in illegale Machenschaften verstrickt ist. Petersens Kollegin Simone Kämpfer beantragte, den Prozess auszusetzen, solange die Staatsanwälte Petersen am Haken haben. Petersen, der bis vergangene Woche im SdK-Vorstand saß, weist die Vorwürfe zurück. Vergangene Woche waren bereits zwei Angeklagte des mutmaßlichen Insiderrings zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt worden. rtr

Ex-Gesellschafter verklagen Verivox

Heidelberg - Dem Heidelberger Internetvergleichsportal Verivox drohen Schadenersatzzahlungen von 290 Millionen Euro. Fünf frühere Mitgesellschafter, die ihre Anteile 2006 verkauft hatten, fühlen sich über den Tisch gezogen, bestätigte das Landgericht Heidelberg am Montag. Sie hatten sich für 2,76 Millionen von ihren Anteilen getrennt, weil sie über den wahren Wert und die Zukunftserwartungen des Unternehmens im Unklaren gelassen worden seien. In Wirklichkeit seien ihre Anteile an dem Unternehmen, das unter anderem mit Vergleichen von Strom- und Gaspreisen sein Geld verdient, rund 290 Millionen Euro Wert gewesen. Eine Entscheidung wird Ende März erwartet. dpa

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