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Fitch senkt Bonität von Euro-Ländern

London - Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone – darunter Italien und Spanien – herabgestuft. Die Bonitätsnote der dritt- beziehungsweise viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone sowie von Slowenien sei gleich um zwei Noten gesenkt worden, teilte Fitch am Freitag in London mit. Bei Belgien und Zypern wurde die Kreditwürdigkeit um eine Note gesenkt. Das Rating von Irland wurde hingegen bestätigt. Die Kreditwürdigkeit aller sechs Länder wurde mit einem negativen Ausblick versehen. dpa

US-Wirtschaft legt stark zu

Washington - Die US-Wirtschaft ist im vierten Quartal so stark gewachsen wie seit anderthalb Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte mit einer Jahresrate von 2,8 Prozent zu, teilte das Handelsministerium am Freitag mit. Das ist der beste Wert seit Frühjahr 2010. Im Vorquartal waren es nur 1,8 Prozent. Trotz des Endspurts reichte es 2011 insgesamt aber nur zu einem Plus von 1,7 Prozent. Die deutsche Wirtschaft legte dagegen um drei Prozent zu. Einem kräftigeren Aufschwung steht in Amerika vor allem die hohe Arbeitslosigkeit im Weg. rtr

EU will Börsenbetrug bestrafen

Kopenhagen - Wer an der Börse betrügt oder Aktienkurse manipuliert, soll künftig in allen EU-Ländern bestraft werden. Über gemeinsame strafrechtliche Standards haben die EU-Justizminister am Freitag in Kopenhagen beraten. Das Strafmaß soll aber den Ländern selbst überlassen bleiben. Nach einem Vorschlag der EU-Kommission müssen Händler eine Höchststrafe von mindestens fünf Millionen Euro fürchten, Firmen zehn Prozent ihres Jahresumsatzes. Anders als in anderen EU-Ländern werden in Deutschland Händler, die Insiderwissen für ihre Geschäfte nutzen, bereits verfolgt. dpa



BP muss allein für Ölpest zahlen

London - Der britische Ölkonzern BP kann die Kosten für die von ihm verursachte Ölpest im Golf von Mexiko nicht auf seine früheren Partner abwälzen. Ein US-Gericht entschied am Donnerstagabend, dass das Schweizer Betreiberunternehmen der havarierten Ölplattform „Deepwater Horizon“, Transocean, nur eine Teilschuld trifft. Laut dem zwischen BP und Transocean geschlossenen Vertrag müsse hauptsächlich BP für die Beseitigung der Verschmutzung und die damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden aufkommen. Haftbar sei BP hingegen nicht für Schadenersatzforderungen, Zivilklagen oder Bußgelder gegen Transocean. Die Kosten für die Ölpest werden auf 40 Milliarden Dollar geschätzt. dpa

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