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Diskriminierung: Bewerber können Entschädigung einklagen



Bekommen Bewerber eine Stelle nur deshalb nicht, weil sie zu alt sind, können sie eine Entschädigung einklagen. Sie beträgt in der Regel ein bis drei Monatsgehälter, sagt Bernhard Franke von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS). Grundlage dafür ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Danach darf kein Bewerber wegen seines Alters vom Arbeitgeber diskriminiert werden. Jeder fünfte Deutsche hat sich schon einmal deswegen benachteiligt gefühlt, hat eine Umfrage im Auftrag der ADS ergeben. Um eine Entschädigung geltend zu machen, sind Fristen einzuhalten. „Der Bewerber muss innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Absage seine Ansprüche beim Arbeitgeber schriftlich geltend machen“, erklärt Franke. Dann müsse innerhalb von drei Monaten eine Klage beim Arbeitsgericht eingereicht werden. Dort seien Indizien vorzutragen, die belegen, dass er den Job wegen seines Alters nicht bekommen hat. dpa

Nebenverdienst: Minijob wird immer öfter zum Zweitjob

Mit dem Wirtschaftsaufschwung ist in Deutschland auch die Zahl der Minijobber auf ein Rekordhoch gestiegen. Zur Jahresmitte 2011 gab es nach neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) 7,387 Millionen geringfügig Beschäftigte mit einem 400-Euro-Job. Das waren 112 500 mehr als ein Jahr davor. Das ist der höchste Stand seit der Neuregelung der Minijobs im Jahr 2003. Der Anstieg geht vor allem darauf zurück, dass sich immer mehr Menschen mit einem Minijob ein Zubrot zu ihrer Hauptbeschäftigung verdienen. Die Zahl der ausschließlich in einem Minijob Arbeitenden sei kurz nach der Reform im Jahr 2003 deutlich gestiegen, seither aber vergleichsweise konstant geblieben. „Die Nebenjobs wachsen beständig weiter“, sagte eine BA-Sprecherin. dpa

Recruiting: Fachkräfte sind schwerer zu finden

Die Mehrheit der Personaler findet, dass das Rekrutieren von Fachkräften schwieriger geworden ist (82 Prozent). Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage unter Personalverantwortlichen ergeben. Danach tun sich vor allem Personaler in Firmen mit mehr als 300 Mitarbeitern schwer: Sie klagten überdurchschnittlich häufig über das Problem (86 Prozent). In Unternehmen mit 150 bis 300 Mitarbeitern waren es mit 76 Prozent etwas weniger. Zur Erhebung der Daten befragte Forsa 300 Personalverantwortliche im Auftrag des ILS Institut für Lernsysteme (ILS) und der Europäischen Fernhochschule Hamburg. dpa

Telearbeit: Jeder Zweite würde lieber nicht ins Büro gehen

Jeder zweite Deutsche würde von zu Hause oder einem anderen Ort als seinem Büro aus arbeiten, wenn er das Angebot von seinem Arbeitgeber bekäme. Das ergab einer Umfrage des Meinungsforschungsdienstleisters Ipsos unter 18 682 Teilnehmer in 24 Ländern zu ihrer Meinung zu „Telearbeit“. Damit liegen die Deutschen unter dem globalen Durchschnitt von 62 Prozent. Nur in Japan, Schweden (beide 38 Prozent), Großbritannien (40 Prozent), den USA (44 Prozent), Kanada (47 Prozent) und Australien (48 Prozent) würden weniger Befragte das Angebot der Homeoffice-Arbeit annehmen. Die Umfrage wurde im Auftrag von Thompson Reuters News Service durchgeführt. Telearbeit bezeichnet das Arbeiten von zu Hause oder einem anderen Ort via E-Mail, Telefon oder Videotelefonie. Tsp

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