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Kammern erwarten gutes Exportjahr



Berlin - Trotz Euro-Krise und schwächelnder Konjunktur rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auch für dieses Jahr mit steigenden Exporten. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte DIHK-Umfrage unter 3200 Unternehmen. Die Ausfuhren deutscher Unternehmen werden 2012 demnach um vier Prozent zunehmen. Der Anstieg fällt dem Bericht zufolge damit etwas geringer aus als in den vergangenen zehn Jahren mit durchschnittlich knapp sechs Prozent. „Die Erwartungen der Unternehmen für das Auslandsgeschäft sind zurückhaltend positiv“, heiße es in der Untersuchung. In Brasilien, Russland, Indien und China, den sogenannten BRIC-Staaten, bestünden die besten Geschäftsaussichten. dpa

EU plant Schritte gegen China

München - Die EU-Kommission bereitet Gegenmaßnahmen gegen chinesischen Protektionismus vor. „Was mein Kollege Binnenmarkt-Kommissar Michel Barnier und ich vorbereiten, ist ein Gesetzesvorschlag im Bereich des öffentlichen Auftragswesens, um reagieren zu können, wenn die Chinesen gewisse Marktsegmente weiterhin für EU-Unternehmen geschlossen halten“, sagte EU-Handelskommissar Karel De Gucht dem „Focus“. Die Kommission solle die Möglichkeit bekommen, darauf gleichfalls mit der Schließung europäischer Marktsektoren zu antworten. Die neue Regelung soll dem Bericht zufolge schon im März stehen. De Gucht warf den Chinesen nationalistisches Geschäftsgebaren, monopolistischen Zugriff auf Rohstoffe und eine massive Subventionsstrategie vor. dpa

Iran und Sudan drosseln Öl-Export

Teheran/Khartum - Der Iran will seine Öl-Exporte in Kürze drosseln. Die Ausfuhren in einige Länder würden bald gestoppt, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Irna Öl-Minister Rostam Kasemi. Die Islamische Republik erwägt einem hochrangigen Parlamentarier zufolge bis zu 15 Jahre sämtliche Exporte in die EU zu stoppen. Hintergrund ist der Streit über Irans Atomprogramm. Um den Iran zum Einlenken zu zwingen, hatte die EU unlängst ein Import-Embargo für iranisches Öl ab dem 1. Juli beschlossen. Auch das umstrittene Regime im Sudan dürfte bald weniger exportieren: Der abgespaltene Staat Südsudan, der über drei Dreiviertel der Ölförderung verfügt, teilte mit, er habe die eigene Ölproduktion vollständig gestoppt. Grund ist ein Streit um Öl-Transitgebühren. rtr

Irland will erst in zehn Jahren zahlen Dublin - Die irische Regierung will einem Medienbericht zufolge die milliardenschweren Kredite für die Bankenrettung erst in bis zu zehn Jahren zurückzahlen. Irland werde die Europäische Zentralbank (EZB) darum bitten, die Rückerstattung der Hilfen in Höhe von 31 Milliarden Euro für die angeschlagenen Geldhäuser erst in einer Dekade zu verlangen, berichtete die „Sunday Times“. Das irische Finanzministerium in Dublin wollte zunächst keine Stellung nehmen. Um Banken des Landes zu retten, hatte die irische Regierung zur Annahme der Rettungshilfen von EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) von 85 Milliarden Euro gezwungen. Wegen der verschärften Schuldenkrise wird vermutet, dass das Land weitere Unterstützung benötigen könnte. rtr

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