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Auszeit für die Pflege:

Anträge sollten gut vorbereitet sein



Arbeitnehmer sollten sich gut vorbereiten, bevor sie bei ihrem Chef Familienpflegezeit beantragen. „Ob der Chef den Antrag genehmigt, ist Verhandlungssache“, sagt Heike Nordmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Sie rät, sich Argumente zu überlegen, warum die Firma von der Genehmigung profitieren würde. Ein Vorteil könne sein, dass kein neuer Mitarbeiter eingearbeitet werden müsse. Seit Januar können Beschäftigte, die einen Angehörigen pflegen, Familienpflegezeit beantragen. Währenddessen kann der Arbeitnehmer seine Arbeitszeit verringern – bis zu einem Minimum von 15 Stunden. Gleichzeitig mindert sich der Lohn nur um etwa die Hälfte der reduzierten Stunden. Kehrt der Berufstätige nach spätestens zwei Jahren zur vollen Stundenzahl zurück, erhält er weniger Lohn – bis der Lohnvorschuss ausgeglichen ist. dpa

Auf Sicherheitsabstand gehen:

Kontakt mit Kranken vermeiden

Treppen steigen statt Aufzug fahren: Das ist in Erkältungszeiten gleich in doppelter Hinsicht gesund. Denn erstens tut ein bisschen Bewegung gut, und zweitens bekommen Mitarbeiter so keine Niesattacken von kranken Kollegen im Fahrstuhl ab. Um sich nicht anzustecken, sollten Berufstätige erkälteten Menschen generell nicht zu nahe kommen, rät Thomas Aßmann vom Deutschen Hausärzteverband. Wer sichergehen will, verzichtet im Bürogebäude daher auf den Aufzug und nimmt die Treppe, um mit Erkrankten nicht in zu engen Kontakt zu geraten. Wer viel in vollen Bussen oder Bahnen unterwegs ist, dem rät Aßmann, sich in Türnähe aufzuhalten, um eine Ansteckung zu vermeiden: „Nahe dem Ausgang ist die Luftzirkulation besser: Die virenbelastete Luft wird schneller ausgetauscht“, erklärt der Facharzt für Innere Medizin aus Lindlar bei Köln. dpa

Chance für Lernschwächere:

Wirtschaft sucht Azubis

Nach Schätzung der Wirtschaft konnten im Jahr 2011 rund 75 000 Ausbildungsplätze mangels geeigneter Bewerber nicht besetzt werden. Betroffen davon sind vor allem die Gastronomie und das Hotelgewerbe, aber auch Handwerksberufe wie Fleischer, Bäcker und Klempner. Wegen weiter rückläufiger Schulabgängerzahlen erhalten dadurch auch lernschwächere Jugendliche eine Vermittlungschance, sagte der Staatssekretär aus dem Bundesarbeitsministerium, Gerd Hoofe, am Mittwoch in Berlin. Nach dem noch unveröffentlichten Berufsbildungsbericht der Bundesregierung blieb 2011 jede vierte Lehrstelle für Restaurantfachleute (25,8 Prozent) unbesetzt. Im Lebensmittelhandel und bei Fleischern, Bäckern, Köchen, Klempnern und Gebäudereinigern war dies fast jede sechste bis siebte Lehrstelle. dpa

Kaffeetassen nicht stehen lassen:

Chaos schadet der Karriere

Gammelt seit Tagen auf dem Büroschreibtisch eine dreckige Kaffeetasse vor sich hin, sollte man sie unbedingt entfernen. Denn ein dreckiger und chaotischer Schreibtisch lasse den Rückschluss zu, dass ein Arbeitnehmer keine Disziplin habe und überfordert sei, so das Netzwerk Etikette Trainer International in Hamburg. Besser sei es, den Schreibtisch aufgeräumt zu halten. Ein leerer Schreibtisch signalisiere Macht. Büroarbeiter sollten deshalb von Zeit zu Zeit den eigenen Schreibtisch von Dingen wie Urlaubskarten, Klebebildern oder billigen Werbegeschenken befreien und nur Aktenordner des aktuellen Projektes auf dem Schreibtisch liegen lassen. dpa

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