NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Werbung diskriminiert seltener

Berlin - Frauendiskriminierung in Werbekampagnen ist rückläufig. Wie der Deutsche Werberat am Mittwoch in Berlin mitteilte, registrierte das Kontrollgremium 2011 genau 90 solcher Fälle – 26 weniger als im Vorjahr. Damit führe Frauendiskriminierung aber immer noch mit Abstand die Liste der zu rügenden Kampagnen an. Insgesamt habe der Werberat im vergangenen Jahr 407 Werbekampagnen geprüft, zu denen aus der Bevölkerung 755 Beschwerden vorlagen. In 87 Fällen schloss sich der Werberat der Konsumentenkritik an. Daraufhin nahmen die betroffenen Unternehmen 72 Kampagnen zurück, in acht Fällen wurden Änderungen vorgenommen. Sieben Unternehmen ignorierten die Rüge. KNA

„Farmville“-Macher verbuchen Minus

New York - Beim „Farmville“-Anbieter Zynga sitzt das Geld locker nach dem Börsengang. Der hohe Verlust von 435 Millionen Dollar im vergangenen Quartal ging auf gestiegene Entwicklungsausgaben und Folgekosten der Aktienplatzierung zurück. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 59 Prozent auf 311,2 Millionen Dollar, wie der Onlinespiele-Spezialist am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Zynga verbuchte allein für Mitarbeiteraktien, die mit dem Börsengang fällig wurden, Kosten von 510 Millionen Dollar. Zudem schossen die Entwicklungsausgaben allein im vierten Quartal auf 444,7 Millionen Dollar (Vorjahr: 51,5 Millionen Dollar) hoch. dpa

EU und USA setzen auf Bio-Produkte

Nürnberg - Der Handel mit Bio-Produkten zwischen der Europäischen Union und den USA wird einfacher. Ein in der EU gültiges Öko-Zertifikat wird künftig auch in den Vereinigten Staaten anerkannt – und umgekehrt. Der EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Dacian Ciolos, und die stellvertretende US-Landwirtschaftsministerin Kathleen Merrigan unterzeichneten am Mittwoch auf der Messe Biofach in Nürnberg das Gleichwertigkeitsabkommen. Ciolos betonte, die vom 1. Juni an geltende Vereinbarung helfe vor allem kleineren und mittelgroßen Erzeugern, da sie sich bei Exporten nicht mehr um verschiedene Zertifizierungen bemühen müssten. Der bürokratische Aufwand sinke. dpa

Commerzbank verliert vor Gericht

Stuttgart - Banken dürfen keine zusätzlichen pauschalen Gebühren verlangen, wenn Kunden einen Darlehensvertrag vorzeitig auflösen. Dies entschied das Landgericht Frankfurt am Main im Fall der Commerzbank, wie die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Die Bank hatte neben der eigentlichen Entschädigung für die entgangenen Zinsen zusätzlich 300 Euro allein für die Berechnung der Schadenshöhe verlangt, die sie ausschließlich im eigenen Interesse durchführt. Das Gericht bezeichnete diese Praxis nun als rechtswidrig (Az: 2-21 O 324/11). AFP

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