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Deutsche besitzen so viel wie nie

Berlin - Während die Regierungen in der Krise jeden Cent zusammenkratzen, haben die Menschen in Deutschland erstmals mehr als zehn Billionen Euro Vermögen angehäuft. Das ist so viel wie die Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder zusammen. Auf diesen Wert summierte sich das Geld- und Immobilienvermögen der privaten Haushalte im dritten Quartal 2011, wie der Bundesverband Deutscher Banken am Mittwoch in Berlin auf Basis von Bundesbank-Daten mitteilte. Dabei seien Sachvermögen wie Autos, Möbel, Schmuck und Kunst noch nicht eingerechnet. Zieht man die 1,5 Billionen Euro Kreditschulden ab, bleibt ein Nettovermögen von deutlich mehr als acht Billionen Euro. dpa

Lufthansa darf Stewardessen leihen

Frankfurt am Main/Berlin - Die Lufthansa kann ihre umstrittenen Pläne zum Einsatz von Leih-Stewardessen vorerst weiterverfolgen. Das Arbeitsgericht Frankfurt am Main wies am Mittwoch einen Antrag der Lufthansa-Personalvertretung auf eine einstweilige Verfügung ab. Damit sollte dem Unternehmen untersagt werden, in seinen Jets schlechter bezahlte Servicekräfte von Fremdunternehmen einzusetzen. Ein Vergleich war zuvor gescheitert. Mit Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens am 3. Juni weitet die Lufthansa ihr Angebot ab Berlin deutlich aus. Den dauerhaft geplanten Einsatz der mehr als 200 Leiharbeitskräfte begründet das Unternehmen mit Kostenvorteilen. Auch BMW darf in seinem Werk in Leipzig weiterhin Leiharbeiter beschäftigen. Das entschied das Arbeitsgericht in Leipzig am Mittwoch für 33 von insgesamt 1100 Zeitarbeitern. dpa

Versorgerwechsel wird leichter

Berlin - Verbraucher in Deutschland sollen schneller zu einem billigeren Strom- und Gasanbieter wechseln können. Die Bundesregierung beschloss am Mittwoch die Verkürzung der Kündigungsfrist von vier auf zwei Wochen. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will mit der Neuregelung einer Preistreiberei bei Strom und Gas Einhalt gebieten. „Künftig wird der Wechsel des Grundversorgers deutlich einfacher sein“, betonte Rösler. Ziel sei es, den Wettbewerb bei den Anbietern zu fördern und dadurch die Preise für Strom- und Gaskunden stabil zu halten. Wenn der Bundesrat zustimmt, kann die Neuregelung bereits ab März oder April in Kraft treten.dpa

Weltbank-Chef will nicht mehr

Washington - Weltbank-Präsident Robert Zoellick tritt am 30. Juni nach fünf Jahren an der Spitze der Finanzinstitution ab. Zoellick erklärte am Mittwoch in Washington, dass er keine zweite Amtszeit anstrebe. „Es ist für mich an der Zeit, weiterzuziehen“, sagte der 58-Jährige. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Zu den Kandidaten, über die spekuliert wird, gehören US-Außenministerin Hillary Clinton und der frühere US-Finanzminister Larry Summers. AFP

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