NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Bahn-Firmen fordern Geld für Züge

Berlin - Die deutsche Bahn-Branche befürchtet, dass der Wettbewerb im Regionalverkehr auf der Schiene austrocknet. Bei Ausschreibungen von Strecken gebe es immer weniger Bewerbungen, sagte Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen, am Dienstag. Dabei sucht der Staat für die Hälfte des sieben Milliarden Euro schweren Marktes in den kommenden Jahren neue Betreiber. Deshalb fordern die wichtigen Unternehmen der Branche – die Deutsche Bahn, Abellio, Veolia Verkehr, Benex und Keolis –, dass nicht mehr jede Strecke per Wettbewerb, sondern wahlweise direkt vergeben werden kann. Dies könne die Kosten für die Bahn-Firmen senken, argumentierte Wolff. Zudem wünscht sich die Branche, dass sich der Staat an der Finanzierung der Fahrzeuge beteiligt. Für mehr als acht Milliarden Euro müssten die Firmen in den nächsten fünf Jahren Züge kaufen, dies schafften nur Großunternehmen wie die Deutsche Bahn, hieß es. brö

Ältere arbeiten länger

Berlin - Immer mehr Ältere arbeiten bis kurz vor Erreichen des Renteneintrittsalters. Von den 60- bis 64-Jährigen waren dies 2010 noch 40,8 Prozent – zehn Jahre zuvor erst 19,9 Prozent. Damit belegt Deutschland in Europa einen Spitzenplatz. Dies geht aus einem Bericht über Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt für Ältere hervor, den Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zusammen mit DGB-Chef Michael Sommer und Handwerks-Präsident Otto Kentzler am Dienstag in Berlin vorlegte. In der Erwerbstätigenquote von 40,8 Prozent sind nach Angaben von Sommer allerdings auch rund 800 000 Minijobber enthalten – mit steigender Tendenz.dpa

Puma untersucht Schießerei

Phnom Penh - In Kambodscha sind bei einer Demonstration von Fabrikarbeitern, die unter anderem für den Schuhhersteller Puma arbeiten, drei Menschen angeschossen worden. Eine Puma-Sprecherin in Herzogenaurach bestätigte am Dienstag den Vorfall. Puma-Vertreter hätten mit einer Untersuchung begonnen. Hinweise über den genauen Ablauf des Zwischenfalls erhoffen sie sich nach Unternehmensangaben von den drei Verletzten. Rund 1000 Arbeiter waren am Montag in der Grenzstadt Bavet im Südosten des Landes auf die Straße gegangen. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben