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Troika rechnet mit drittem Hilfspaket

Hamburg - Die internationalen Finanzkontrolleure halten nach „Spiegel“-Informationen ein drittes Milliarden-Rettungspaket für Griechenland für erforderlich. Wie das Nachrichtenmagazin schreibt, ist aus Sicht der „Troika“ von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) nicht garantiert, dass sich das von der Staatspleite bedrohte Euro-Land wie geplant schon 2015 wieder selbstständig Kredite besorgen kann. Deshalb habe Griechenland von 2015 bis 2020 möglicherweise einen „externen Finanzbedarf von bis zu 50 Milliarden Euro“, zitiert das Magazin aus einem Entwurf des jüngsten „Troika“-Berichts zur Lage in Griechenland. Die Passage sei aber auf Druck auch der deutschen Regierung gestrichen worden. dpa

Gagfah einigt sich mit Dresden

Frankfurt am Main - Deutschlands größter börsennotierter Wohnungskonzern Gagfah hat im Rechtsstreit mit der Stadt Dresden die Gefahr einer milliardenschweren Strafe vorerst abgewendet. Beide Seiten einigten sich nach eigenen Angaben auf einen Vergleich: Der Konzern zahlt 40 Millionen Euro an die Stadt und macht weitere Zugeständnisse. Die Vereinbarung hängt allerdings noch von einer Zustimmung des Stadtrats und der zuständigen Rechtsaufsichtsbehörde ab. Gagfah hatte die städtische Wohnungsgesellschaft Woba im Jahr 2006 für rund 1,7 Milliarden Euro übernommen. Dresden verklagte die Tochter des US-Finanzinvestors Fortress im März 2011 wegen angeblicher Verstöße gegen Mieterschutzklauseln auf eine Vertragsstrafe von insgesamt 1,084 Milliarden Euro. rtr

Marx wirbt für Verkauf von Weltbild

Bad Aibling - Der Münchner Kardinal Reinhard Marx wirbt für einen Verkauf des Augsburger Weltbild-Konzerns. „Es bleibt dabei, dass eine Trennung sinnvoll ist“, sagte er im bayerischen Bad Aibling. Allerdings sei es sozialethisch wichtig, die Interessen der Mitarbeiter zu beachten: „Ich lasse mir nicht nachsagen, dass mich das nicht interessiert.“ Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hatte zuletzt betont, dass mehrere Möglichkeiten geprüft würden, auch eine Stiftungslösung. Weltbild gehört zwölf Bistümern, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Katholischen Soldatenseelsorge Berlin. Nach Kritik am Handel mit erotischen und esoterischen Produkten hatten die Eigentümer den Verkauf des Konzerns beschlossen. KNA

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