NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Müller-Brot will wieder backen

Neufahrn - Nach zwei Monaten Großputz will die von der Lebensmittelkontrolle geschlossene Backfabrik Müller- Brot wieder backen. Zwei Dutzend Kontrolleure nahmen die Produktionsanlagen am Montag unter die Lupe. Weil aber die Auswertung länger dauere als geplant, kämen die Behörden wohl erst an diesem Dienstagmittag zu einem Ergebnis, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Hubert Ampferl. Er hoffe weiterhin, am Mittwoch wieder mit der Produktion starten zu können. Das ist auch Bedingung für die Fortsetzung der Verhandlungen mit den fünf potenziellen Investoren. Am 31. März endet das Insolvenzgeld für die rund 1250 Mitarbeiter. dpa

Schuldenschnitt ist absetzbar

Berlin - Banken, Versicherer und andere Privatanleger können ihre Verluste aus dem Schuldenschnitt in Griechenland steuerlich absetzen und so ihre Abgaben an den Fiskus drücken. Das geht aus einer Klarstellung des Bundesfinanzministeriums vom Montag hervor. Kleinanleger, die Hellas-Schuldtitel im Privatvermögen gehalten haben, können Verluste aus dem Umtausch aber nur mit anderen Einkünften aus Kapitalvermögen verrechnen, wurde betont. Anleger mit Kreditausfallversicherungen auf griechische Anleihen können sich weitgehend schadlos halten. Im Schnitt sollen 78,5 Prozent des Nominalwerts der Papiere zurückerstattet werden, wie der Derivateverband ISDA am Montag mitteilte. dpa

USA verdienen an „Schrottpapieren“

Washington - Die US-Regierung hat mit im Zuge der Finanzkrise aufgekauften hypothekenbesicherten Wertpapieren 25 Milliarden Dollar Gewinn gemacht. Wie das Finanzministerium in Washington am Montag mitteilte, nahm es durch den Verkauf des Portfolios insgesamt 250 Milliarden Dollar ein. Die Regierung hatte die Papiere in den Krisenjahren 2008 und 2009 für 225 Milliarden Dollar erworben. Das Finanzministerium sprach von einem „weiteren wichtigen Meilenstein“ bei der Abwicklung der staatlichen Rettungsinvestitionen während der Finanzkrise. Die US-Regierung hatte die Papiere gekauft, um den Immobilienmarkt zu stabilisieren und den Kollaps zahlreicher Banken zu verhindern. AFP

Das Internet erobert die Wirtschaft

München - Das Internet steuert einer Studie zufolge immer mehr zur deutschen Wirtschaftsleistung bei. Der Anteil des weltweiten Netzes am Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde bis 2016 auf bis zu vier Prozent steigen, teilte die Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG) am Montag mit. Für die deutsche Internetwirtschaft sei mit einem jährlichen Wachstum von acht Prozent zu rechnen. 2010 betrug der Beitrag des Internets zur deutschen Wirtschaft 75 Milliarden Euro. In vier Jahren sollen es etwa 118 Milliarden Euro sein. AFP

Europa teilt sich in Arm und Reich

Berlin - Die Kluft zwischen armen und reichen Euro-Ländern wird nach Schätzung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young größer. Die Krisenstaaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien werden bis 2015 insgesamt nur um 0,2 Prozent wachsen, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Prognose. Die restlichen zwölf Länder der Währungsunion dürften um fast neun Prozent zulegen. Schwarz sieht Ernst & Young für die griechische Wirtschaft. Sie werde erst 2020 wieder das Niveau von 2010 erreicht haben. rtr

Netzausbau verteuert Strom

Bonn - Die Stromkunden in Deutschland müssen sich auf höhere Preise einstellen. Nach Schätzungen der Bundesnetzagentur wird allein der durch die Energiewende nötige Netzausbau den Haushaltsstrom in den nächsten zehn Jahren um fünf bis sieben Prozent verteuern. Für Industriestrom seien wegen des höheren Netzentgelts sogar Steigerungen von bis zu acht Prozent absehbar. Das Netzentgelt macht etwa ein Viertel des Strompreises aus. dapd

Deutsche kaufen teurere Möbel

Bonn - Die Deutschen geben wieder mehr für schönes Wohnen aus. Nach Angaben des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) kauften die Bundesbürger im vergangenen Jahr pro Kopf Möbel im Wert von durchschnittlich 373 Euro. Die Ausgaben waren damit um sechs Euro höher als 2010. Weitere 150 Euro ließen die Bürger 2011 für die Ausstattung der Wohnung mit Textilien und Dekomaterial springen. dapd

Russische Rusal mit Gewinneinbruch

Moskau - Der mit Milliardenschulden belastete russische Aluminiumkonzern Rusal hat 2011 einen massiven Gewinneinbruch erlitten und rund 92 Prozent weniger Überschuss erzielt als im Vorjahr. Der Gewinn sank auf 237 Millionen Dollar (etwa 180 Millionen Euro), wie der Konzern am Montag in Moskau mitteilte. Grund dafür seien vor allem sinkende Aluminiumpreise gewesen. Außerdem verlor Rusal rund 1,4 Milliarden Dollar wegen eines deutlichen Wertverfalls seiner Beteiligungen am Minenkonzern Norilsk Nickel. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben