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Langes Lernen zahlt sich aus:

Pro Bildungsjahr fünf Prozent mehr



Eine längere Schul- und Ausbildungszeit zahlt sich im Laufe des Berufslebens aus. Nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wächst bei deutschen Beschäftigten der im Erwerbslebens erzielte Nettoverdienst pro zusätzlichem Bildungsjahr um fünf Prozent. Wer etwa 16 Lebensjahre in Bildung investiere, habe im Schnitt ein um 25 Prozent höheres Einkommen zu erwarten, als jemand der Schule und Ausbildung nach 11 Jahren beende, teilte das Institut am Mittwoch in Nürnberg mit. In Deutschland steige das Einkommen im Erwerbsleben bei Männern und Frauen pro Bildungsjahr jeweils um fünf Prozent, hieß es. In anderen europäischen Ländern erzielten Frauen eine höhere Bildungsrendite als Männer. Für die Studie ermittelten die Arbeitsmarktforscher das Nettoeinkommen während der gesamten Erwerbsbiografie und bezogen auch Transferzahlungen wie Arbeitslosen- oder Elterngeld ein. Die Differenz im Lebenseinkommen besteht, obwohl geringer Qualifizierter meist früher in den Beruf einsteigen. dapd

Leistungsdruck am Arbeitsplatz: Belastung steigt

Der Leistungsdruck auf Arbeitnehmer in Deutschland nimmt immer mehr zu. Das haben Soziologen der Technischen Universität Chemnitz und des Sigmund-Freud-Instituts Frankfurt am Main bei einer repräsentativen Befragung von Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Supervision (DGSv) festgestellt, wie die Universität am Mittwoch in Chemnitz mitteilte. Im Jahr 2008 hätten fast 80 Prozent der Befragten eine dauerhafte Belastung der Mitarbeiter in von ihnen betreuten Unternehmen beobachtet. 2011 seien es mehr als 90 Prozent gewesen. Den Experten zufolge fühlten sich viele Mitarbeiter ungenügend anerkannt und nicht leistungsgerecht entlohnt. Demoralisierung und Erschöpfung am Arbeitsplatz nähmen zu. dapd

Doppelte Abiturjahrgänge:

Mehr Lehrverträge unterzeichnet

Erstmals seit 2007 haben in Deutschland wieder mehr Jugendliche einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Die Zahl der Verträge stieg bundesweit im vergangenen Jahr vor allem wegen der doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen um 1,2 Prozent auf rund 565 900, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Ohne diesen Sonderfaktor sei die Zahl der Lehrverträge vermutlich konstant geblieben oder weiter gesunken, erklärte das Bundesamt. Insgesamt befanden sich Ende Dezember 2011 nach vorläufigen Zahlen rund 1,46 Millionen Jugendliche (minus 3,1 Prozent) in einer Ausbildung im dualen System. dpa

Nachwuchs will nach oben:

Jüngeren ist Karriere sehr wichtig

Jüngeren ist es besonders wichtig, Karriere zu machen. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage unter Personen ab 14 Jahren ergeben. So sagen acht von zehn (82 Prozent) der 14- bis 29-Jährigen, dass sie im Job aufsteigen möchten. Im Schnitt aller Befragten will das dagegen nur jeder Zweite (52 Prozent). Auch bei der Frage nach dem eigenen Ehrgeiz sind die Meinungen unter den Jüngeren zweigeteilt: Rund die Hälfte (51 Prozent) hält sich selbst für ehrgeizig und ist dazu bereit, für den beruflichen Erfolg mehr Zeit und Arbeit zu investieren, als sie laut Vertrag müsse. Die andere Hälfte verneint das. Im Auftrag der Zeitschrift Brigitte Balance wurden 1001 Personen ab 14 Jahren befragt.dpa

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