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EU will Abgabe auf Derivatehandel

Berlin - EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta pocht auf eine Einbeziehung des Derivatehandels bei einer EU-weiten Abgabe auf Finanzgeschäfte. „Es kann keine Lösung ohne die Berücksichtigung des Derivatehandels geben“, sagte Semeta dem Tagesspiegel. Mit Blick auf die Diskussionen auf europäischer Ebene forderte der Steuerkommissar, dass sich die EU-Finanzminister mit einer Besteuerung des Derivatehandels befassen müssten, auch wenn dafür mehr Zeit zur Klärung technischer Details benötigt werde. Beim letzten Treffen der EU-Finanzminister hatte der deutsche Ressortchef Wolfgang Schäuble (CDU) Ende März vorgeschlagen, zunächst eine Abgabe nach dem Vorbild der britischen Stempelsteuer und der geplanten französischen Finanzabgabe zu beschließen. Dabei ist noch offen, ob auch der Handel mit Derivaten in der EU künftig besteuert werden soll. Eine Besteuerung trage zur Stabilität des Finanzsektors bei, sagte Semeta weiter. „Derivate müssen Teil eines politischen Kompromisses sein, wenn wir dieses wichtige Ziel erreichen und bedeutsame Einnahmen erzielen wollen“, sagte der EU-Kommissar. ame

Weniger Zuwanderer aus Osteuropa

Düsseldorf - Die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Osteuropäer vor einem Jahr hat weniger Zuwanderer angelockt als erwartet. „Infolge der uneingeschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit sind etwa 63 000 Menschen aus diesen Ländern zusätzlich in Deutschland beschäftigt“, sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit, der „Rheinischen Post“. Mit einem Anteil von 67 Prozent stammten die meisten neuen Arbeitskräfte aus Polen. Experten hatten erwartet, dass pro Jahr bis zu 140 000 Arbeitskräfte aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien kommen würden. dpa

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