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Dioxin-Eier müssen entsorgt werden



Minden - Nach dem Fund der dioxinähnlichen Chemikalie PCB in Eiern eines ostwestfälischen Legehennenbetriebs müssen rund 700 000 Bioeier vernichtet werden. Diese Eier hätten sich seit Sperrung des Hofs Anfang April angesammelt, sagte eine Sprecherin des Kreises Minden-Lübbecke am Dienstag. Die belasteten Eier sind derzeit in versiegelten Räumen gelagert und sollen in dieser Woche entsorgt werden. Betroffen sind ausschließlich Eier aus Ställen mit Bioerzeugung. Die auf demselben Hof konventionell produzierten Eier dürfen dagegen seit dem Wochenende wieder verkauft werden, nachdem bei Untersuchungen keine erhöhten PCB-Werte festgestellt worden waren. Die vier Ställe mit Bioerzeugung waren am 2. April gesperrt worden, nachdem in den Bioeiern unzulässig hohe Konzentrationen polychlorierter Biphenyle (PCB) entdeckt worden waren. Die Ursache für die PCB-Belastung ist weiter unklar.AFP

Fonds investieren nicht nachhaltig

Berlin - Sogenannte nachhaltige Fonds investieren Geld von Privatanlegern einer Studie zufolge häufig auch in allgemein nicht als ökologisch, sozial oder ethisch akzeptierte Kapitalanlagen. Neun von zehn untersuchten nachhaltigen Fonds hätten Geld von Anlegern etwa „direkt oder indirekt“ auch bei Rüstungsfirmen investiert, heißt es in einer am Dienstag in Berlin von der Grünen-Bundestagsfraktion veröffentlichten Untersuchung. Ein Fonds werbe zum Beispiel mit dem Verzicht auf Investitionen in Kernkraft, habe aber Geld in einen Konzern gesteckt, der an einem Atomstromproduzenten beteiligt sei. Jeder der zehn untersuchten Aktienfonds habe in den Bereich Öl und Gas investiert, heißt es in der Studie des Wirtschafts- und Finanzjournalisten Jochen Bettzieche. Bei diesen Investitionen sei die komplette Bandbreite der Öl- und Gasproduktion und -vermarktung abgedeckt worden: Tiefseebohrungen, die Förderung von Ölsanden sowie der Bau von Kraftwerken bis hin zur Versorgung von Endkunden. AFP

Solar- und Windstrom nehmen zu

Berlin - Die Solar- und Windstromproduktion ist im ersten Quartal stark gestiegen. An Solarstrom ist in den ersten drei Monaten 2012 gut 40 Prozent mehr produziert worden als im Vorjahresquartal. Von Januar bis März seien mithilfe der Sonne etwa 3,9 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt worden, sagte ein Sprecher des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) am Dienstag in Berlin. Das entspreche etwa dem Stromverbrauch von vier Millionen Haushalten. Stürmisches Wetter hat zudem zu einem Anstieg der Windstromproduktion um 35 Prozent geführt. Nach Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag die Windstromproduktion von Januar bis März bei 15 682 Gigawattstunden, im Vorjahreszeitraum waren es 11 594. AFP/dpa

Nigerianerin will Weltbank umbauen

Washington - Die Weltbank muss nach Ansicht von Nigerias Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala aufgerüttelt werden. Die Kandidatin für die Weltbank-Spitze versprach bei einer Veranstaltung in Washington für den Fall ihrer Wahl, die Politik der Finanzinstitution grundlegend umzustellen. Vor dem Wechsel an die Spitze des Finanzministeriums Nigerias arbeitete Okonjo-Iweala mehr als 20 Jahre für die Weltbank. Der neue Mensch an der Spitze der Weltbank „muss ein Führer sein, eine Vision haben, Mut haben“, sagte die Nigerianerin. Okonjo-Iweala ist eine von drei Bewerbern um die Nachfolge von Weltbank-Chef Robert Zoellick – ihre Chancen gelten aber als gering. AFP

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