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Die eigene Firma:

Weniger Gründungen erwartet



Eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) prognostiziert einen neuen Tiefstand bei den Existenzgründungen. Dieses Jahr sei mit deutlich weniger als 400 000 Gründungen zu rechen, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf die DIHK-Studie. Das habe es seit der Wiedervereinigung nicht gegeben. „Das Gründungsinteresse in Deutschland nähert sich einem Tiefstand“, sagte DIHK-Chef Hans Heinrich Driftmann. Als mögliche Ursachen für den Negativtrend nannte Driftmann Finanzierungsprobleme, bürokratische Hemmnisse und die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. 2011 lag die Zahl der Existenzgründungen der Studie zufolge noch bei rund 400 000. Nach der Wiedervereinigung erreichten die Gründungen im Jahr 2004 mit 582 000 den Höhepunkt und gingen dann meist zurück.dapd

Karriere an der Uni:

Krippenplatz wichtiger als Quote

Junge Wissenschaftlerinnen sehen noch immer große Probleme, wissenschaftliche Karriere und Familie zusammenzubringen. In einer bundesweiten Umfrage unter 1117 Professorinnen und Professoren der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer forderten jeweils mehr als 80 Prozent mehr Kinderbetreuungsmöglichkeiten, wie das Centrum für Hochschulentwicklung CHE am Mittwoch in Gütersloh mitteilte. Eine Frauenquote hielten dagegen 46 Prozent der Professorinnen und nur 17 Prozent der Professoren für ein wirkungsvolles Instrument zu mehr Chancengleichheit. Professorinnen sehen zudem Mentoringprogramme (74 Prozent) und Coachings (63 Prozent) mehrheitlich als sinnvoll an. Deutschlandweit ist laut CHE nur rund jede fünfte Professur von einer Frau besetzt, obwohl Frauen unter den Studierenden und den Absolventen die Mehrheit stellen. epd

Rentner würden gern länger arbeiten: Weil der Job Spaß gemacht hat

Mehr als die Hälfte der deutschen Rentner wäre laut einer Umfrage gerne über die gesetzliche Altersgrenze hinaus im Beruf geblieben. 54 Prozent der befragten Ruheständler zwischen 65 und 75 Lebensjahren hätten lieber länger gearbeitet, berichtete der Versicherer Generali Deutschland auf Basis einer repräsentativen Umfrage des Instituts Forsa in Köln. Von den Berufstätigen zwischen 45 und 65 Jahren konnte sich jedoch nur ein Drittel (34 Prozent) vorstellen, länger zu arbeiten – wenn die Gesundheit und der rechtliche Rahmen es erlaubten. Für längere Lebensarbeitszeit sprachen aus Sicht der Befragten vor allem der Spaß am Beruf. Finanzielle Gründe spielten demnach für 48 Prozent der Erwerbstätigen und für 37 Prozent der Rentner eine Rolle. Befragt wurden 1000 Berufstätige zwischen 45 bis 65 Jahren sowie 500 Rentner im Alter von 65 bis 75.dapd

Vom Pfleger bis zum Therapeuten: Azubis häufiger männlich

Die Zahl der männlichen Auszubildenden im Gesundheitswesen ist in Berlin deutlich gestiegen. Ihr Anteil habe sich in den vergangenen zehn Jahren auf knapp 30 Prozent fast verdreifacht, teilte das Amt für Statistik mit. Dagegen blieb die Gesamtzahl der Lehrlinge seit Jahren nahezu konstant. Knapp 6000 Jugendliche erlernen im laufenden Schuljahr einen nichtakademischen Beruf wie Krankenpfleger, Physiotherapeut oder Rettungsassistent. 5,5 Prozent der Auszubildenden in diesen Berufen sind Zuwanderer. Dabei stellen Menschen mit ausländischen Wurzeln mehr als 21 Prozent der 17- bis 25-Jährigen. dapd

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