NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Aldi knickt im Tütenstreit ein

Berlin - Aldi Nord und Aldi Süd werden ihre Bioplastiktüten künftig nicht mehr als „100 Prozent kompostierbar“ bewerben. Das teilte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am Montag mit. Auch werde Aldi nicht mehr behaupten, die Tüten seien aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Die DHU wirft Aldi und Rewe vor, ihre Kunden mit angeblich abbaubaren Tüten in die Irre zu führen. Die Unternehmen haben die Biotüten inzwischen aus dem Angebot genommen. akr

Manager für Gehaltsobergrenzen

Düsseldorf/Frankfurt - Im Streit über Rekordgehälter für Dax-Vorstände haben sich führende deutsche Manager erstmals für freiwillige Obergrenzen ausgesprochen. In einem Brandbrief an die Vorsitzenden der Aufsichtsräte aller 30 Konzerne im Leitindex Dax warnen Commerzbank-Chefkontrolleur Klaus-Peter Müller und Manfred Gentz vor drohenden Eingriffen der Politik. Die beiden Manager schlagen vor „in die Vergütungssysteme der Vorstände selbst Obergrenzen“ zu integrieren. Müller ist Vorsitzender, Gentz Mitglied der Corporate-Governance-Kommission, die Regeln für gute Unternehmensführung erstellt. Die millionenschweren Vergütungen von Topmanagern sorgen regelmäßig für große Aufregung. dpa

Spanien in der Rezession

Madrid - Die spanische Wirtschaft ist nach Prognosen der Zentralbank zum Jahresauftakt in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euro-Landes schrumpfte in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent, wie die Notenbank am Montag mitteilte. Im vorangegangenen Vierteljahr war die Wirtschaftsleistung bereits um 0,3 Prozent zurückgegangen. Damit sind die Merkmale einer Rezession erreicht. Das Land kämpft mit einem ausufernden Staatsdefizit und Problemen im Bankensektor. rtr

Konzerne gegen Ratingagentur

München - Deutsche Konzerne haben der US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) Preistreiberei vorgeworfen. Deren jüngstes Gebührenmodell laufe „auf eine Verdopplung der Preise, wenn nicht sogar mehr“ hinaus, zitierte die „Financial Times Deutschland“ aus dem Schreiben an die Notenvergeber. Unterzeichnet worden sei der Brief von VW, Daimler, Siemens, Bayer, Eon, RWE, Continental, Lufthansa, Deutsche Post, Henkel, Linde und Bertelsmann. In Wirtschaftskreisen wurde das Protestschreiben bestätigt. Die US-Anbieter S&P, Moody's und Fitch verdienen vor allem mit Unternehmensbewertungen ihr Geld – Länderratings sind für sie eher ein Imagefaktor. dpa

Keine Warnung vor der E-Zigarette

Düsseldorf/Münster - Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium darf nicht weiter in der bisherigen Form vor dem Verkauf nikotinhaltiger E-Zigaretten warnen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster am Montag in einer mit Spannung erwarteten einstweiligen Anordnung nach der Klage eines Herstellers. Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) zeigte sich enttäuscht. Die nikotinhaltigen Flüssigkeiten (Liquids), die in der elektrischen Zigarette verdampfen und inhaliert werden, sind kein Arzneimittel, heißt es in dem „unanfechtbaren“ Eilbeschluss aus Münster. dpa

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