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Wiedereinstiegshilfen reichen nicht:

Frauen brauchen Job-Perspektiven



Frauen brauchen laut einer Untersuchung der Universität Leipzig vor allem Herausforderungen im Joballtag für ihren beruflichen Aufstieg. „Unternehmen und Führungskräfte sollten darauf achten, dass Frauen gerade zu Beginn ihrer Berufslaufbahn gezielt anspruchsvolle Aufgaben übertragen bekommen und die Möglichkeit, Ergebnisse zu präsentieren und sichtbar zu werden“, sagt Arbeitspsychologin Gisela Mohr. Flexible Arbeitszeiten und -orte, familienfreundliche Urlaubs- und Terminplanung sowie die Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Beruf etwa nach der Elternzeit reichten nicht aus. Erst wenn diese Maßnahmen mit komplexen Aufgaben und der Möglichkeit, die eigenen Erfolge zu präsentieren, kombiniert werden, sei Flexibilität förderlich für den Aufstieg. In dem Forschungsprojekt wurden in den vergangenen drei Jahren über 100 Frauen und Männer aus verschiedenen, größtenteils technisch orientierten großen Unternehmen zu den Einflussfaktoren von Aufstiegskompetenz und Berufserfolg interviewt. epd

Hartz IV trotz Arbeit:

Aufstocker sind meist Dienstleister

Wer arbeitet und dennoch auf Hartz IV angewiesen ist, hat meist einen Job im Dienstleistungsgewerbe – als Reinigungskraft etwa, Verkäuferin, Koch oder Erzieherin. Die zehn Berufsgruppen mit den meisten Aufstockern sind in dieser Branche zu finden, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht. Deren arbeitsmarktpolitische Sprecherin, Sabine Zimmermann, fordert als Konsequenz erneut einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn. Laut Bundesregierung gab es im Juni 2011 rund 914 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die zusätzlich das Arbeitslosengeld II bekamen. 70 Prozent von ihnen kamen aus zehn Berufsgruppen im Dienstleistungssektor: Reinigungskräfte, Hilfsarbeiter, Bürofachkräfte, Köche, Lagerverwalter und -arbeiter, Gesundheitsdienstberufe, Berufe in der Gastronomie, Sozialarbeiter und Erzieherinnen. AFP

Weniger gearbeitet, mehr geschafft:

Deutsche sind produktiver

Die Deutschen haben zuletzt immer weniger gearbeitet und haben dabei trotzdem immer mehr geleistet. Die Arbeitsproduktivität in Deutschland stieg von 1991 bis 2011 um 22,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag anlässlich des internationalen Tags der Arbeit am Dienstag mitteilte. Je Stunde, die ein deutscher Erwerbstätiger arbeitet, stieg die Produktivität sogar um 34,8 Prozent. Ursache dafür ist laut Statistik, dass sich die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in den vergangenen 20 Jahren um 9,0 Prozent verringerte. AFP

Am falschen Ort:

Jobs in der Wunschregion sind rar

Viele Deutsche finden keinen Job in ihrer Wunschregion. Das hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov in Köln ergeben. Danach sagt jeder Fünfte (20 Prozent) dass er bei seiner letzten Jobsuche keine passenden Angebote in seiner Wunschregion gefunden hat. Jeder Dritte (35 Prozent) gab zudem an, dass es insgesamt nicht genug passende Jobs für ihn gab. Jeder Neunte (11 Prozent) war sich darüber hinaus unsicher, auf welche Stelle er sich bewerben soll. Ebenso viele wollten nur Teilzeit arbeiten, fanden jedoch keine entsprechende Stelle. Im Auftrag des Personaldienstleisters Manpower wurden 1048 Deutsche ab 18 Jahren befragt. dpa

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