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Inflation bleibt über zwei Prozent



Berlin - Rekordpreise für Kraftstoffe haben die deutsche Inflationsrate im April erneut über der Marke von zwei Prozent gehalten. Waren und Dienstleistungen kosteten wie schon im März durchschnittlich 2,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Eine erste Schätzung hatte zunächst einen Rückgang auf zwei Prozent ergeben. „Damit liegt die Inflationsrate bereits seit Februar 2011 über der Zwei-Prozent-Marke“, schrieben die Statistiker. Die Europäische Zentralbank spricht nur bei Werten knapp darunter von stabilen Preisen. „Die Preise für Kraftstoffe stiegen binnen Jahresfrist um 6,3 Prozent“, hieß es. Nahrungsmittel verteuerten sich um drei Prozent. rtr

Fachkräfte können kommen

Berlin - Ingenieure, Ärzte oder Software-Entwickler aus Ländern außerhalb der EU können künftig einfacher nach Deutschland einwandern. Der Bundesrat billigte am Freitag das vom Bundestag Ende April beschlossene Gesetz zur sogenannten Blauen Karte. Mit ihr können Ausländer hierzulande arbeiten, wenn sie ein Mindestgehalt von 44 800 Euro im Jahr und einen Hochschulabschluss oder eine auf mindestens fünfjähriger Berufserfahrung fußende Qualifikation nachweisen können. In Berufen mit besonderem Fachkräftemangel reicht auch ein Einkommen von 34 944 Euro im Jahr. AFP

UN geht gegen Landraub vor

Rom - Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hat sich auf Richtlinien gegen eine Ausbeutung der Agrarressourcen armer Länder geeinigt. Sie verabschiedete am Freitag Leitlinien zur verantwortungsvollen Nutzung von Landflächen, Wäldern und Fischereigründen. Durch die von der FAO vorgesehene freiwillige Verpflichtung soll das sogenannte land grabbing eingedämmt werden, bei dem Firmen oder Regierungen in Entwicklungsländern Land kaufen oder pachten, um Lebensmittel für den Export zu produzieren. AFP

Industrie klagt über Zuckermangel

Bonn - Den deutschen Süßwarenherstellern mangelt es trotz Rekordernten weiter an Zucker. Grund dafür sei das europäische Quotensystem, das nur den Verkauf von jährlich 13,8 Millionen Tonnen Zucker an die Lebensmittelwirtschaft erlaube, teilte der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie am Freitag in Bonn mit. Benötigt würden aber rund 16,6 Millionen Tonnen. dapd

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