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Mangelhafte Kontrolle der Bahn



Düsseldorf - Der Bundesrechnungshof kritisiert die Bundesregierung einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ zufolge für eine zu laxe Kontrolle der Deutschen Bahn. Die Investitionen in das deutsche Schienennetz würden nicht ausreichend geprüft, zitierte das Blatt aus einer Stellungnahme des Rechnungshofes für den Bundestag. Obwohl der Bund jedes Jahr 2,5 Milliarden Euro an die Bahn zum Unterhalt von Schienen und Bahnhöfen überweise, mache er als Eigentümer „nur unzureichende Vorgaben“, welche Netzqualität die Bahn liefern müsse. Der Vertrag zwischen Bund und Bahn aus dem Jahr 2009, in dem der Zuschuss des Staates und die Pflichten des Unternehmens geregelt wurden, habe „Schwachstellen“ und sei „handwerklich schlecht gemacht“, schreibt der Rechnungshof. AFP

Zweifel an Auslastung bei Opel

München - Der angeschlagene Autohersteller Opel leidet offenbar stärker als bisher bekannt unter seinem schwachen Absatz. Wie das Magazin „Focus“ unter Berufung auf die streng vertrauliche Produktionsplanung des Unternehmens berichtet, ist das Stammwerk Rüsselsheim nur zu 65 Prozent ausgelastet. Im polnischen Gliwice (62 Prozent), im spanischen Saragossa (59), und in den englischen Werken Luton (57) und Ellesmere Port (55) sei sogar noch weniger zu tun. In Eisenach, wo ab 2013 der Kleinstwagen Adam vom Band laufen soll, seien Maschinen und Anlagen nur zu 66 Prozent ausgelastet, in Bochum zu 77 Prozent. Ein Opel-Sprecher sagte, das Unternehmen gebe aus Wettbewerbsgründen generell keine internen Produktionsplanungen preis. Die Zahlen würden daher nicht kommentiert. dapd

RWE prüft Ausstieg bei Nabucco

Düsseldorf - Der Energiekonzern RWE stellt seine Beteiligung an dem länderübergreifenden Gaspipeline-Projekt Nabucco auf den Prüfstand. „Angesichts veränderter Bedingungen durch die Planung neuer Pipeline-Projekte prüfen wir derzeit, ob unsere kommerziellen und strategischen Anforderungen an Nabucco weiter gewahrt werden“, erklärte der Konzern am Samstag. Eine endgültige Entscheidung, sich aus dem Projekt zurückzuziehen, gebe es jedoch nicht. Vor zwei Wochen hatte der ungarische Partner MOL seinen Rückzug verkündet – und dies mit steigenden Baukosten erwarte. rtr

China lockert Bankvorschriften

Schanghai - Die chinesische Zentralbank hat am Samstag abermals die Mindestreserve-Vorschriften für die Geschäftsbanken gelockert. Mit der Absenkung des vorgeschriebenen Barbestandes soll den Banken mehr Spielraum für die Kreditvergabe eingeräumt werden, um die Konjunktur weiter anzukurbeln. Mit Wirkung vom 18. Mai reduzierte die Zentralbank den Mindestreservesatz um 50 Basispunkte auf 20,0 Prozent. Damit haben die Geldhäuser bis zu 400 Milliarden Yuan (umgerechnet knapp 50 Milliarden Euro) mehr zur Kreditvergabe zur Verfügung. rtr

American Airlines gibt nach

New York - Der Mutterkonzern AMR der insolventen US-Fluggesellschaft American Airlines gibt dem Druck von Gläubigern und Gewerkschaften nach und will sich nun doch notfalls von einem starken Partner helfen lassen. Möglichkeiten einer Fusion sollen noch während des laufenden Gläubigerschutzverfahrens geprüft werden, teilte AMR in der Nacht zu Samstag mit. rtr

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